Vitamin D – das Vitamin für die ganze Familie

Sonnenbad mit der ganzen Familie (Foto © DAK Gesundheit)

Seitdem einem Vitamin D-Mangel im Säuglingsalter vorgebeugt wird, sind die Rachitis-Fälle bei Kleinkindern in Deutschland selten geworden. In höherem Alter rückt die Osteoporose-Prophylaxe mit Vitamin D dann erneut in den Fokus des Interesses. Doch in der Lebensspanne dazwischen spielt Vitamin D zu Unrecht eine eher untergeordnete Rolle. Dabei deuten neueste wissenschaftliche Erkenntnisse darauf hin, dass Vitamin D noch wesentlich mehr kann.

Ein Vitamin-D-Mangel wird mittlerweile mit vielfältigen weiteren Indikationen diskutiert. Ob sich die positiven Ergebnisse aktueller Studien zu Herz-Kreislauf- und Autoimmun-Krankheiten sowie Diabetes ein weiteres Mal bestätigen, wird in groß angelegten Studien mit bis zu 20.000 Probanden überprüft.

Von Beginn an – ein Leben lang

Ein adäquater Vitamin-D-Status wirkt sich nachweislich nicht nur förderlich auf den Knochenstoffwechsel aus. So kann eine angemessene Vitamin-D-Versorgung bei Kindern die Anfälligkeit für Infektionen der oberen Atemwege verringern. Eine in den USA durchgeführte Untersuchung beispielsweise zeigte, dass das Immunsystem durch eine Vitamin-D-Unterstützung stimuliert und die Entzündungsreaktion reduziert wird. Das Risiko an Infektionen der oberen Atemwege zu erkranken, ging mit der präventiven Gabe von Vitamin D um 42% zurück.

Mehr als nur ein Vitamin

Vitamin D, das eigentlich eine Hormonvorstufe und kein reines Vitamin ist, reguliert viele zelluläre Prozesse im Körper mit. Inzwischen fand man heraus, dass in fast allen Körperzellen Vitamin-D-Rezeptoren angelegt sind und Vitamin D so einen wichtigen Einfluss auf alle biologischen Körperfunktionen ausübt.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass Vitamin D nicht nur eine wichtige Rolle beim Knochenmetabolismus spielt, sondern darüber hinaus auch noch bei einer Vielzahl weiterer Effekte.

Auch der Einfluss von Vitamin D auf den Blutzuckerspiegel ist im Fokus der Forschung. So konnte beispielsweise der Einfluss auf einen normalen Blutzuckerspiegel aufgezeigt werden, da sich Vitamin D an die Rezeptoren in den Pankreas-Beta-Zellen bindet und so die Insulinfreisetzung zum zirkulierenden Insulinlevel regulieren kann.

Altersgerechte Prävention des Knochenschwundes

Dass Vitamin D durch seine Rolle beim Knochenstoffwechsel und der Calciumabsorption in der Osteoporose-Therapie von großer Wichtigkeit ist, ist bekannt. Eine Demineralisation der Knochen geht häufig mit einer Muskelschwäche einher und kann als Folge eines Vitamin-D-Mangels auftreten. Viele Patienten klagen über Müdigkeit und Erschöpfung, diffuse Muskelschmerzen, Muskelschwäche oder Gangbeschwerden. Vitamin D ist ein wichtiger Co-Faktor für die Stärke der Muskeln. Dem Risiko einer Vitamin-D-Mangelerkrankung bei ansonsten gesunden Menschen kann mit einer täglichen Gabe von Vitamin-D-Ergänzungen in Höhe von 1.000 I.E. zur Muskelunterstützung vorgebeugt werden.