Scheidenpilz oder bakterielle Vaginose? Finden Sie es heraus!

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Scheidenpilz und bakterielle Vaginose sind die beiden häufigsten Erkrankungen des weiblichen Intimbereichs. Trotz der weiten Verbreitung beider Infektionsarten schämen sich viele Betroffene, über ihre Erkrankung zu sprechen. In beiden Fällen gilt jedoch: Die Symptome werden nicht von allein wieder verschwinden. Unbehandelt kann vor allem die bakterielle Vaginose zu Komplikationen führen, wenn die Keime ungehindert in die Eileiter oder die Gebärmutter aufsteigen.

Vor der Behandlung muss die Diagnose gestellt werden

Obwohl sich die Symptome von Scheidenpilz und bakterieller Vaginose ähneln, handelt es sich um zwei vollkommen verschiedene Erregertypen. Die Namen der Erkrankungen verraten es schon: Während Scheidenpilz durch mikroskopisch kleine Pilze (meist Hefepilze) verursacht wird, sind bei der bakteriellen Vaginose Bakterien wie Gardnerellen die Übeltäter. Entsprechend der Krankheitsverursacher erfolgt auch die Bekämpfung der Infektion.

Behandlung von Scheidenpilz

Scheidenpilz wird mit einem Antipilzmedikament, einem sogenannten Antimykotikum, behandelt. Dieses hemmt das Wachstum der Pilzzellen und hält dadurch die Infektion auf. Ein bewährter antimykotischer Wirkstoff zur Scheidenpilztherapie ist Clotrimazol. Manche clotrimazolhaltige Medikamente können Sie rezeptfrei kaufen, z. B. Canesten® GYN.

Behandlung der bakteriellen Vaginose

Im Anfangsstadium lassen sich die Symptome der bakteriellen Vaginose mitunter bekämpfen, indem der Scheide Milchsäure zugeführt wird. Dies spielt eine wichtige Rolle bei der Abwehr schädlicher Bakterien. Ein wirksames Mittel in dieser Situation ist Canesbalance® Vaginalgel, das rezeptfrei in der Apotheke angeboten wird.

So unterscheiden Sie die Infektionen anhand der Symptomatik

Die Symptome bei bakterieller Vaginose und Scheidenpilz ähneln sich zum Teil.

Bei beiden Erkrankungen:

  • tritt vermehrt Ausfluss auf
  • verschlimmern sich die Beschwerden nach dem Geschlechtsverkehr.

Es gibt jedoch auch Merkmale, anhand derer Sie die beiden Infektionen eindeutig voneinander unterscheiden können.

Eine bakterielle Vaginose erkennen Sie an folgenden Symptomen:

  • Der Ausfluss ist dünnflüssig, manchmal auch schaumig.
  • Der Ausfluss hat eine grau-weißliche Farbe.
  • Es tritt ein deutlich wahrnehmbarer, unangenehmer und fischartiger Geruch auf.

Im äußeren Genitalbereich sind optisch keine Veränderungen festzustellen. Auch Juckreiz ist bei der bakteriellen Vaginose eher untypisch.

Charakteristisch für eine Scheidenpilzinfektion sind die folgenden Anzeichen:

  • Im Intimbereich tritt ein nahezu unerträglicher Juckreiz auf.
  • Der Ausfluss ist dick, krümelig, weiß und fast geruchlos.
  • Die Schamlippen (Labia) sind gerötet und angeschwollen.
  • Die Haut rund um den Scheideneingang (Vulva) ist ebenfalls gerötet.
  • Deswegen ist dort ein brennender Schmerz zu spüren, der beim Wasserlassen intensiver wird.

Ein Selbsttest mit Canestest® kann Ihnen dabei helfen, die Art der Infektion zu bestimmen. Dabei wird der pH-Wert innerhalb der Scheide gemessen: Ist dieser erhöht, liegt wahrscheinlich eine bakterielle Vaginose vor. Bei unverändertem pH-Wert leiden Sie vermutlich an Scheidenpilz

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Foto © SENTELLO / Fotolia
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