Scheidenpilz – das Intimglossar

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Scheidenpilz von A bis Z: Die wichtigsten Fachbegriffe rund um das Thema – für Sie zusammengestellt und verständlich erläutert!

Das Intimglossar soll Ihnen helfen, die richtigen Wörter für Ihren Körper und Ihre Scheidenpilz-Beschwerden zu finden – und es erklärt Ihnen ganz einfach die oft komplizierten Fachausdrücke. So verstehen Sie Ihre Frauenärztin oder Ihre Apothekerin das nächste Mal viel besser und erfahren noch viel rund um das Thema Scheidenpilz.

A

Abstrich
Mithilfe eines sog. Watteträgers – einem extra langen Wattestäbchen – entnimmt die Frauenärztin Proben von der >Vagina-Schleimhaut, streicht diese auf einen Objektträger und gibt noch ein Tropfen Salzlösung hinzu. So kann sie gleich unter dem Mikroskop die >Hefesporen entdecken und eine > Scheidenpilz-Infektion feststellen. Entdeckt sie keine >Hefesporen, wird sie eine >Pilzkultur anlegen.

Anal
den After, also den Enddarm-Ausgang, betreffend.

Antibiotika/Antibiotikum
Antibiotika sind Medikamente, die mithilfe von bestimmten Pilzen und Bakterien hergestellt werden. Das bekannteste ist wohl Penicillin, es wird von einem Schimmelpilz hergestellt. Antibiotika helfen hervorragend gegen bakterielle >Infektionskrankheiten, indem sie entweder die Vermehrung des Krankheitserregers unterdrücken oder diesen vernichten. Leider greifen Antibiotika auch die nützlichen Bakterien in der Darm- und >Scheidenflora an, so hat der >Candida albicans leichtes Spiel und kann sich bis zur >Scheidenpilz-Infektion ausbreiten. Deswegen sollten Sie mit Ihrem Hausarzt immer ganz genau überlegen, ob wirklich Antibiotika nötig sind – gerade bei Virus-Infekten (die häufig die Atemwege betreffen) sind diese nämlich machtlos.

Antimykotikum
Antimykotikum ist ein anderer, oftmals medizinisch gebrauchter, Begriff für >Anti-Pilz-Mittel/-Medikament.

Anti-Pilz-Mittel/-Medikament
Ein Anti-Pilz-Mittel/-Medikament hemmt das Wachstum der Scheidenpilze und tötet sie schließlich ab. Es gibt unterschiedliche Anti-Pilz-Mittel, wie z.B. Nystantin, Miconazol, Econazol und das bevorzugte und hochwirksame >Clotrimazol.

Applikator
Einführhilfe für die >Vaginaltablette gegen Scheidenpilz. Diese Tablette wird in die obere Öffnung gelegt, dann führt man den Applikator tief in die Scheide ein. Am besten geht das im Stehen oder Liegen. So gelangt die Vaginaltablette an den richtigen Platz. Es gibt auch Einführhilfen für die >Vaginalcreme, diese werden meist auf die Cremetuben geschraubt, dann füllt man so viel Creme in die Einführhilfe, bis der Kolben sich ganz nach oben geschoben hat. Nur so kann die Vaginalcreme in die Scheide eingebracht werden. Wenn Sie in der Schwangerschaft von Scheidenpilz betroffen sind, sollten Sie keinen Applikator verwenden! Hier führen Sie die Vaginaltablette wie einen Tampon ein.

Ausfluss
Fast alle Frauen haben immer etwas Ausfluss, dieser verändert sich auch je nachdem, wo sie gerade in ihrem >Zyklus sind. Er wird von der >Vaginal-Schleimhaut und von dem Muttermund (vgl. dazu auch >Gebärmutterhals) produziert. Ausfluss an sich ist also nichts Schlimmes oder gar Krankhaftes. Wenn sich dieser Ausfluss nun aber verändert und plötzlich weißlich-krümelig wird, ist dies ein deutliches >Scheidenpilz-Symptom. Riecht der Ausfluss nun auch noch seltsam, sollten Sie zur Sicherheit zur >Gynäkologin gehen. Der Geruch könnte ein Zeichen für eine >bakterielle Scheiden-Infektion sein.

B

Bakterielle Scheiden-Infektion
Anders als bei einer >Scheidenpilz-Infektion wird eine bakterielle Scheiden-Infektion von Bakterien (wie z. B. Colibakterien oder Gardnerella) und nicht von >Hefepilzen der Sorte >Candida albicans ausgelöst. Man nennt diese Infektionen auch bakterielle Vaginose. Oftmals ist hier der Ausfluss dünnflüssig, weißlich-gräulich und weist einen fischartigen Geruch auf. Diese Erkrankung kann gerade in der Schwangerschaft sehr gefährlich werden. Nur Ihre >Gynäkologin kann zweifelsfrei klären, ob Sie an einer >Scheidenpilz-Infektion oder an einer bakteriellen Vaginose leiden.

Brennen
Gerade das starke Brennen in der Scheide, das nicht nur beim Wasserlassen auftritt, ist eines der häufigen >Scheidenpilz-Symptome.

C

Candida albicans
Ist ein >Hefepilz der Candida-Gruppe. Bei fast ¾ aller Menschen kann man Candida albicans am Körper und an der Schleimhaut nachweisen. Er ist also ein pathogener Erreger, d. h. nur unter bestimmten Voraussetzungen führt er zu einer Erkrankung: Wenn nämlich das >Scheiden-Milieu aus der Balance geraten ist, vermehrt sich der Candida albicans ungebremst und kann so in 80% aller Fälle zu einer >Scheidenpilz-Infektion führen. Ansonsten wird er von den >Milchsäure-Bakterien in Schach gehalten.

Candidose
Candidose (auch Kandidose geschrieben) ist ein Fachausdruck für alle durch den >Candida albicans ausgelösten Pilz-Infektionen, die sowohl Haut, Schleimhaut, Nägel und sogar die inneren Organe betreffen können. Vgl. auch >Mykose.

Canesten® GYN
Die >Anti-Pilz-Medikamente von Canesten® GYN1 enthalten alle den hochwirksamen und gut verträglichen Wirkstoff >Clotrimazol. Gerade die innovative Ein-Tages-Kombi Canesten® GYN Once2 enthält 500 mg Clotrimazol – das dank seiner Depotwirkung über 72 Stunden kontinuierlich abgegeben wird und in Verbindung mit dem weiteren Bestandteil Milchsäure besonders rasch von den >Scheidenpilz-Symptomen befreit. Die Canesten® GYN Once Kombi Creme zur anschließenden Behandlung des äußeren Genitalbereichs lässt die Symptome – Juckreiz, Ausfluss, Brennen –innerhalb der ersten drei, vier Tage nach der Anwendung deutlich zurückgehen.

Clotrimazol
Clotrimatzol ist der bewährteste Wirkstoff gegen eine >Scheidenpilz-Infektion. Und zudem ist er sehr gut verträglich. Denn er greift nur einen Baustoff (das Ergosterol) der Pilz-Zellwände an, der nicht bei Säugetieren und Menschen vorhanden ist. Somit sterben die >Candida-albicans-Hefepilze besonders schnell ab.

Chlor
Chlor hat eine stark desinfizierende und bakterienabtötende Wirkung – deswegen setzt man zumeist Chlorgas zur Reinigung von Schwimmbad-Wasser ein. Chlor kann aber auch auf die >Vaginal-Schleimhaut einwirken und das >Scheiden-Milieu stören und so die Schutzfunktion der Schleimhaut beeinträchtigen.

D

Darmbakterien
Die Gesamtheit aller Bakterien im Darm nennt man Darmflora. Die Besiedlung mit Darmbakterien beginnt bereits während der Geburt und steigert sich im Laufe unseres Lebens auf unzählige Gattungen! Diese Bakterien übernehmen viele sinnvolle Aufgaben, sie steuern die Verdauung, tragen zu unserem >Immunsystem bei und versorgen uns mit Vitaminen. Nicht umsonst spricht man mittlerweile vom Darm als unserem „zweiten Gehirn“. Jedoch können einige dieser Darmbakterien bei der falschen >Wischtechnik in die Scheide gelangen und dort für eine übermäßige Besiedlung und damit zu einer >Scheidenpilz-Infektion führen.

Döderleinflora
Ist eine andere Bezeichnung für die Gesamtheit aller >Milchsäure-Bakterien, die in der Scheide existieren.

G

Gebärmutter
Die Gebärmutter wird medizinisch als >Uterus bezeichnet. Sie bildet das Zentrum der weiblichen Geschlechtsorgane, sie hat eine Birnenform und ist auch meist so groß wie eine kleinere Birne. Sie besteht aus dem Gebärmutterkörper und dem Gebärmutterhals, der in die Scheide hineinragt und diese stützt und abschließt. Da sie ein Hohlorgan ist, besteht sie aus unterschiedlichen Schichten – in der inneren Gebärmutterschleimhaut-Schicht (medizinischer Ausdruck: Endometrium) nistet sich das befruchtete Ei ein, das durch die am oberen Ende angewachsenen Eileiter in die Gebärmutter wandert. Wenn keine Schwangerschaft besteht, wird diese Schleimhaut bei der monatlichen >Periode vom Körper abgestoßen. Gehalten wird die Gebärmutter durch verschiedene Bänder und die Verbindung zu anderen Unterleibsorganen.

Gebärmutterhals
Der Gebärmutterhals (medizinischer Ausdruck Cervix/Zervix uterie) verbindet die >Gebärmutter mit der >Scheide. Die kleine Wölbung des Gebärmutterhalses, die in die Scheide hineinreicht, nennt man Muttermund bzw. medizinisch Portio. Diese Öffnung wird von einer dicken Schleimhaut umgeben, diese verhindert so das Aufsteigen von schädlichen Keimen, aber auch von Sperma in die Gebärmutter. Wenn der >Zyklus jedoch bei den fruchtbaren Tagen angekommen ist, verändert sich dieser Zervix-Schleim, er wird dünnflüssig, und so kann das Sperma bis in die Gebärmutter aufsteigen. Somit gibt die Konsistenz des Zervix-Ausflusses Informationen, an welchem Zykluszeitpunkt sich die Frau befindet.

Geschlechtskrankheiten
Als Geschlechtskrankheiten wurden früher sexuell übertragbare Krankheiten bezeichnet, die man per Gesetz melden musste (Abkürzung ist STD, vom Englischen: sexually transmitted diseases). Zu den STD gehören Chlamydien-Infektionen, Tripper (Gonorrhö), Hepatitis B und C, Herpes genitales sowie HIV/Aids, und in den letzten Jahren kamen auch Infektionen mit humanen Papillomviren hinzu, diese können zu Gebärmutterhalskrebs führen. Nur Kondome bzw. Safer Sex können vor diesen oftmals lebensbedrohlichen Erkrankungen wirklich schützen!
>Scheidenpilz-Infektionen gehören nicht zu den Geschlechtskrankheiten bzw. den STD, da sie äußerst selten beim Sex übertragen werden können. Zumeist sorgt eher „ein zu viel“ an Reibung und „ein zu wenig“ an Flüssigkeit (Abhilfe schafft hier ein >Gleitgel) zu einer Irritation der >Vaginal-Schleimhaut. Oder es kommt beim Wechsel von Anal- zu Vaginal-Sex zur Übertragung von Darmbakterien in die Scheide, was dann wiederum zu einer >Scheidenpilz- Infektion führen kann.

Gleitgel
Man sollte immer ein wasserlösliches und sensitives Gleitgel beim Sex benutzen, dies greift – im Gegensatz zu Gleitmitteln auf Ölbasis − die Kondome nicht an und sorgt für ausreichend Feuchtigkeit, was Irritationen der >Vagina-Schleimhaut und damit letztlich einer >Scheidenpilz-Infektion vorbeugt.

Gynäkologin/Gynäkologe
Dies sind die Fachausdrücke für die Frauenärztin/den Frauenarzt. Diese Fachärzte kümmern sich um alle Krankheiten der weiblichen Geschlechtsorgane und leisten zudem auch Geburtshilfe. Viele Gynäkologen haben dabei auch Spezialgebiete, wie z. B. die Behandlung von Hormonstörungen oder die Durchführungen von künstlichen Befruchtungen. Um eine gute Gynäkologin zu finden, fragen Sie am besten Ihre Freundinnen – und schauen Sie sich dann in der Praxis um. Nur wenn alles für Sie stimmig ist, müssen Sie sich untersuchen lassen!

Gynäkologische Untersuchung
Ist der Fachausdruck für die Untersuchung der äußeren und inneren weiblichen Geschlechtsorgane durch die >Gynäkologin bzw. die Frauenärztin. Dabei schaut sich die Ärztin oftmals mithilfe von Untersuchungsinstrumenten die >Scheide und den Muttermund an, tastet vor allem die Lage der >Gebärmutter ab und führt >Abstriche durch. Besteht Bedarf, kann die Ärztin die Gebärmutter auch mithilfe von Ultraschall untersuchen. Bei der jährlichen Krebs-Vorsorge-Untersuchung (ab dem 20. Lebensjahr) wird neben dem speziellen Krebsabstrich auch die Brust der Patientin auf Unregelmäßigkeiten abgetastet.

H

Hausmittel (gegen >Scheidenpilz-Infektionen)
Gerade in vielen Internetforen werden Hausmittel gegen >Scheidenpilz-Infektionen empfohlen: in Joghurt getauchte Tampons, das Einführen von Knoblauchzehen, Scheidenspülungen mit verdünntem Essig oder mit Teebaumöl, um hier nur einige aufzuzählen. Keines dieser Hausmittel hilft gegen eine einmal aufgetretene >Scheidenpilz-Infektion. Diese muss immer mit einem >Anti-Pilz-Medikament behandelt werden.

Hefe(pilze)
Es gibt bislang 700 entdeckte Hefearten mit 5.000 Stämmen, die jedoch nicht alle erforscht sind. So zählt auch der >Candida albicans zu den Hefepilzen. Hefen sind einzellige Pilze, die sich durch Sprossung teilen bzw. vermehren. Sie ernähren sich jeweils von bestimmten Zuckerarten. Gerade die Hefepilze sind für uns Menschen sehr nützlich – mit ihnen könne wir Brot backen, Bier und Wein herstellen. Und sie kommen natürlicherweise auf unserer Haut bzw. Schleimhaut vor; erst wenn sie die Überhand gewinnen, lösen sie Krankheiten aus, wie z. B. eine >Scheidenpilz-Infektion.

Hefesporen
Als Spore bezeichnet man ein bestimmtes Entwicklungsstadium von einzelligen Lebewesen (wie etwa den Hefepilzen), mit deren Hilfe sich beispielsweise die Pilze vermehren und/oder ausbreiten. Man kann jede Pilzart an seiner Spore, auch Konidien genannt, erkennen.

Hormone
Hormone sind biochemische Botenstoffe, die von Zellen in Organen gebildet werden, wie z. B. in der Schilddrüse, der Niere, im Gehirn (Hypothalamus und Hirnanhangdrüse) und in den Eierstöcken. Diese Botenstoffe aktivieren oder stoppen Prozesse in den für sie bestimmten Organen. Dieser hormonelle Regelkreis ist sehr komplex und fein aufeinander abgestimmt. So fällt unter die hormonelle Regulation der Zucker- und Fett-Stoff-Wechsel, die Nahrungsaufnahme, der weibliche >Zyklus oder auch die richtige Anpassung an Stress und Angst. Gerade Frauen erleben wg. des >Zyklus, einer Schwangerschaft oder auch den >Wechseljahren oftmals starke Hormonschwankungen, die sich auch auf die Zusammensetzung der >Scheidenflora bzw. >Vaginal-Schleimhaut auswirken können und oftmals auch mitverantwortlich für eine >Scheidenpilz-Infektion sind.

Hygiene
Hygiene bedeutet für die meisten Frauen schlicht Sauberkeit, Reinlichkeit oder auch Körperpflege. Im größeren Zusammenhang bezeichnet dieses Fachwort alle Maßnahmen, die zum Abwenden von Infektionskrankheiten genutzt werden können. So gibt es in vielen Krankenhäusern extra geschultes Hygiene-Fachpersonal, das die Belegschaft z. B. über die richtige Reinigung von Untersuchungsbesteck aufklärt, Schulungen zur richtigen Hygiene anbietet und Reinigungspläne entwickelt und durchführt.

Hygiene-Wäschespüler
Der Hygiene-Wäschespüler ist ein antibakterieller und pilzabtötender Zusatz, mit dem man seine Wäsche keimfrei reinigen kann. Dies hat sich, gerade wenn man häufiger an einer >Scheidenpilz-Infektion erkrankt, als sehr nützlich für die Scheidenpilz-Vorbeugung erwiesen. Dabei füllt man die nötige Menge in das Waschmaschinen-Einspülfach für den Weichspüler (der zusätzlich auch noch benutzt werden kann). Diese Maßnahme ist gerade für Unterwäsche und Handtücher geeignet – oder für Wäsche, die man nicht so heiß waschen darf, wie z. B. Sporttextilen.

I

Immunsystem
Als Immunsystem bezeichnet man unser natürliches, körpereigenes Abwehrsystem, das uns vor dem Eindringen bzw. der Schädigung durch Krankheitserreger schützt. Es kann dabei Eindringlinge wie Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten erkennen und diese zerstören. Leider treten in diesem komplizierten System auch mal Fehler auf – entweder reagiert das Immunsystem zu langsam auf Angreifer oder es kommt zu einer Überreaktion, die dann eigene Zellen treffen kann, dies ist z. B. bei Diabetes Typ I der Fall. Wir können viel zur Stärkung des Immunsystems beitragen, etwa indem wir uns ausgewogen ernähren, viel Sonnenlicht „tanken“ und uns ausreichend bewegen.

Infektionskrankheit
Infektionskrankheiten, auch Infekte oder Infektionen genannt, werden durch einen Erreger ausgelöst. Der Verlauf einer Infektionskrankheit ist je nach >Immunsystem ganz unterschiedlich, und natürlich spielt auch der Erreger eine Rolle. Dieser kann anhand der Symptome oftmals schnell erkannt werden. Für jeden Erreger-Typus gibt es bestimmte Medikamente, so nimmt man bei einem bakteriellen Infekt ein >Antibiotikum und bei einer Pilz-Infektion ein >Anti-Mykotikum. Manche Infekte betreffen dabei nur einzelne Körperteile bzw. Organe, andere den ganzen Körper. Gegen manche gibt es schon Impfstoffe, andere hingegen sind nicht heilbar.

Intim-Hygiene
Wenn wir hier von Intim-Hygiene sprechen, meinen wir die Körperpflege der äußeren Geschlechtsteile (vgl. dazu auch >Vulva).

Intimpilz
Andere Bezeichnung für eine >Scheidenpilz-Infektion.

J

Juckreiz, starker
Starker Juckreiz ist ein typisches >Scheidenpilz-Symptom, über das fast alle an einer >Scheidenpilz-Infektion erkrankten Frauen klagen. Meist betrifft der Juckreiz die äußeren Genitalien (vgl. dazu >Vulva), manchmal kann er aber bis in die >Scheide hinein spürbar sein.

K

Kohlenhydrate
Kohlenhydrate sind organische Verbindungen aus Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff – einfacher ausgedrückt: Stärke und alle Zuckerarten (z. B. Monosaccharide) sind Kohlenhydrate. Neben Fetten und Proteinen (Eiweiß) machen sie den größten Teil unserer Nahrung aus – so sind besonders die Grundnahrungsmittel (Reis, Weizen und Mais) kohlenhydratreich und auch viele Gemüsearten, wie Kartoffeln und Bohnen. Bei der Verdauung werden diese in Glucose, also Zucker, aufgespalten und können so sofort für den Körper in Energie umgewandelt werden.

L

Laktobazillen
Andere Bezeichnung für >Milchsäure-Bakterien.

M

Milchsäure-Bakterien
Milchsäure-Bakterien werden medizinisch oft als >Laktobazillen bezeichnet, sie gehören zum natürlichen Abwehrsystem der >Scheidenflora und der >Darmflora. Es gibt viele unterschiedliche Milchsäure-Bakterien, sie bauen Zucker in Milchsäure um und halten die >Scheidenflora damit sauer, so kann sich der >Candida albicans nicht gut verbreiten.


Mitbehandlung

Unter Mitbehandlung versteht man, dass nicht nur die an Scheidenpilz erkrankte Frau, sondern auch ihr Sexualpartner automatisch mit einem >Anti-Pilz-Mittel am Penis behandelt werden muss. Dies war noch vor einigen Jahren Standard in der Scheidenpilz-Behandlung – mittlerweile wird dies aber von Fall zu Fall entschieden. Manche Frau fühlt sich einfach besser, wenn auch ihr Partner ein >clotrimazolhaltiges >Anti-Pilz-Mittel benutzt.

Mykose
Mykose ist der Fachausdruck für eine Pilz-Infektion, die Haut, Nägel und Schleimhäute (im Mund und im Genitalbereich, wie beim >Scheidenpilz) betreffen kann. Menschen können aber auch an einer sog. systemischen Mykose erkranken, d. h. die Pilze gelangen meist durch die Lunge in den Blutkreislauf und können so die Organe schwer schädigen. Dies kommt aber zum Glück nicht häufig vor. Die Pilz-Infektionen der Haut, der Schleimhaut und der Nägel sind bedeutend häufiger und können in der Regel ganz einfach selbst mit einem geeigneten >Anti-Pilz-Mittel zu Hause behandelt werden.

Mythos
Als Mythos bezeichnet man eine ,falsche Vorstellung‘ – wie ein Märchen oder eine Geschichte. Zum Thema Scheidenpilz sind zahlreiche Mythen im Umlauf.

P

Periode
Periode ist neben den Begriffen Menstruation, Mens, Tage, und Regelblutung eine weitere Bezeichnung für die monatlich stattfindende Blutung einer Frau, bei der die nicht benötigte aufgebaute Gebärmutterschleimhaut im vier-wöchigen Rhythmus abgestoßen wird. Wenn sich viel Gebärmutterschleimhaut aufgebaut hat, kann die Periode auch mal stärker ausfallen, trocknet das abgestorbene Gewebe bereits in der Gebärmutter, dann ist die Blutung oft braun und ledrig. Zur sinnvollen Scheidenpilz-Vorbeugung gehört auch, die Tampongröße an die Stärke der Periode anzupassen, da der Tampon die >Vaginal-Schleimhaut verletzen und es somit schnell zu einer >Scheidenpilz-Infektion kommen kann.

Pilzkultur
Eine Pilzkultur legt die >Gynäkologin von dem >Abstrich an, wenn sie nicht zweifelsfrei erkennen kann, ob eine >Scheidenpilz-Infektion vorliegt. Nach wenigen Tagen kann man dann den Pilz in der Nährkultur feststellen und die Patientin wird verständigt.

pH-Wert
Der pH-Wert in der Scheide liegt bei sauren 4,0 bis 4,5 – bei genügend aktiven >Milchsäure-Bakterien kann dieser Wert auch gehalten werden. Kommt es nun zu einer Störung in dieser Balance, steigt der pH-Wert also an und wird damit zunehmend alkalisch, kann sich der unerwünschte Erreger ungehemmt vermehren und so zu einer Infektion führen.

pH-Wert-Messung
Die pH-Wert-Messung ist gerade für schwangere Frauen empfehlenswert – so kann sie immer überprüfen, ob der pH-Wert im idealen Bereich von 4,0 bis 4,5 liegt. Steigt er an, kann sie schnell mit der Zufuhr von >Milchsäure-Bakterien gegensteuern. Die Messung erfolgt mit einem praktischen Test-Handschuh, an dem sich der Teststreifen befindet.

R

Rötungen
Auch die sichtbare, starke Rötung der äußeren Genitalien, also der >Vulva, kann Symptom für eine >Scheidenpilz-Infektion sein.

rezeptfrei
Rezeptfrei bedeutet, dass Sie ein Medikament ohne Rezept (also ohne vorherigen Besuche bei einem Frauenarzt) selbst in der Apotheke kaufen können. Praktischerweise bekommen sie alle gut wirksamen >Anti-Pilz-Mittel wie die Canesten® GYN Präparate3 rezeptfrei in Ihrer Apotheke und können diese einfach daheim anwenden. Das erspart Ihnen viel Zeit!

S

Scheide
Die Scheide ist ein Geschlechtsorgan der Frau, sie umschließt als langer, sehr muskulöser und dehnfähiger Schlauch den >Gebärmutterhals und endet in dem sog. Scheidenvorhof. Ausgekleidet sind die Scheidenwände mit dem sog. Plattenepithel, einer Art Schleimhaut; diese sondert Stoffe ab, von denen sich die >Milchsäure-Bakterien ernähren können.

Scheidenflora
Wie schon bei der Darmflora bezeichnet man mit Scheidenflora die Gesamtheit der bakteriellen Besiedlung in der Scheide – diese schützt den Körper als natürliches >Immunsystem vor dem Eindringen und der Vermehrung schädlicher >Hefepilze oder anderer Krankheitserreger. Bei Frauen sind hauptsächlich >Milchsäure-Bakterien in der Scheidenflora vorhanden.

Scheidenmilieu
Der Begriff Scheidenmilieu ist eigentlich nur ein anderes Wort für die >Scheidenflora. Es bezieht jedoch auch den sauren >pH-Wert mit ein, der durch die >Milchsäure-Bakterien entsteht.

Scheidenspülungen
Scheidenspülungen sollten eigentlich der Vergangenheit angehören, denn durch das saure >Scheidenmilieu ist die Scheide eigentlich von selbst „sauber“ und muss nicht zusätzlich innerlich mit Wasser oder gar Waschgel gereinigt werden. Diese Spülungen richten großen Schaden an, sie reizen die empfindliche >Vaginal-Schleimhaut und können zur Entstehung einer >Scheidenpilz-Infektion beitragen. Aus diesem Grund sollte man sie nie durchführen! Schon gar nicht, wenn man bereits an einer >Scheidenpilz-Infektion erkrankt ist, das verstärkt nur die >Scheidenpilz-Symptome.

Scheidenpilz-Infektion
Von einer Scheidenpilz-Infektion spricht man, wenn die >Candida-albicans- >Hefepilze sich ungehemmt in der Scheide vermehrt haben. Dies kann nur geschehen, wenn das bakterielle Gleichgewicht der Scheide z. B. durch die Einnahme von >Antibiotika, viel Stress oder hormonellen Schwankungen aus dem Gleichgewicht geraten ist. Eine Scheidenpilz-Infektion muss immer mit einem >Anti-Pilz-Mittel behandelt werden.

Scheidenpilz-Symptome
Zu den eindeutigen Scheidenpilz-Symptomen zählen starkes >Jucken, >Brennen, >Schwellungen, >Rötungen und weißlich-krümeliger >Ausfluss. Manchmal ist eines der Scheidenpilz-Symptome besonders stark ausgeprägt. Wenn man einmal von einer Scheidenpilz-Infektion betroffen war, erkennt man sie bei neuerlichem Auftreten schnell selbst und kann sie einfach in Eigenregie behandeln.

Schwellungen
Bei einer >Scheidenpilz-Infektion reagiert das ganze Scheidengewebe mit deutlich sichtbaren Schwellungen. Somit sind Schwellungen ein >Scheidenpilz-Symptom.

Slipeinlage
Eine Slipeinlage besteht aus – oftmals chemisch behandeltem – saugfähigem Vliesmaterial. Mit ihr fängt man den normalen >Ausfluss auf. Viele Frauen benutzen Slipeinlagen, ohne jedoch zu wissen, dass die zusätzliche Reibung das Risiko, an einer >Scheidenpilz-Infektion zu erkranken, erhöhen kann. Wenn man gar nicht auf sie verzichten möchte, sollte man immer Einlagen auswählen, die nicht chemisch behandelt sind, und auf Luftdurchlässigkeit achten.

Soor
Soor ist eine andere Bezeichnung für eine durch den >Hefepilz >Candida albicans ausgelöste Pilz-Infektion, die die Haut bzw. die Schleimhaut betrifft. Insbesondere wenn sich Neugeborene bei der Geburt mit einem Pilz anstecken, spricht man von Mund- oder Windel-Soor. Dieser muss unbedingt vom Kinderarzt behandelt werden. Um eine Ansteckung des Kindes bei der Geburt zu vermeiden, werden Schwangere, die kurz vor der Entbindung stehen, stets auf eine >Scheidenpilz-Infektion getestet.

T

Tabu
Ein Tabu ist etwas Merkwürdiges – auch wenn niemand darüber spricht, so wissen wir doch alle, dass man etwas nicht tun oder sagen darf. Das hat oftmals eine lange Tradition, so ist z. B. das Sprechen über die eigenen Geschlechtsorgane lange Zeit ein Tabu gewesen, und auch heute noch tun sich viele Frauen schwer, über eine >Scheidenpilz-Infektion zu sprechen. Sie halten es für ein Tabu. Auch dieses Tabu sollte gebrochen werden, schließlich erkranken ¾ aller Frauen an einer >Scheidenpilz-Infektion!

U

Uterus
Der Begriff Uterus ist die medizinische Bezeichnung für >Gebärmutter.

V

Vagina
Der Begriff Vagina ist eine andere Bezeichnung für >Scheide.

Vaginalcreme
Eine Vaginalcreme ist ein Bestandteil der meisten >Anti-Pilz-Mittel. Sie enthält einen pilzabtötenden Wirkstoff (meist >Clotrimazol) und wird sowohl auf die äußere >Vulva als auch in die >Scheide eingebracht.

Vaginal-Mykose
Der Begriff Vaginal-Mykose ist die medizinische Bezeichnung für eine >Scheidenpilz-Infektion.

Vaginal-Schleimhaut
Als Vaginal-Schleimhaut bezeichnet man die Scheidenwände, diese sind mit dem sog. Plattenepithel ausgekleidet. Durch den hier gebildeten >Ausfluss, der aus vielen Stoffen besteht, erhält die Scheide ihr saures Milieu.

Vaginaltablette
Vaginaltabletten gehören zu den >Anti-Pilz-Mitteln. Sie enthalten zumeist >Clotrimazol und werden mithilfe einer speziellen Einführhilfe (>Applikator) tief in die Scheide eingebracht und können so die >Scheidenpilz-Infektion bekämpfen. Manche Hersteller von >Anti-Pilz-Medikamenten sprechen auch von Vaginal->Zäpfchen.

Vulva
Vulva ist quasi ein Sammelbegriff für die äußeren Geschlechtsteile oder den äußeren Schambereich, damit meint man den Scheidenausgang, die Klitoris (Kitzler) und die Schamlippen. Das Stückchen Haut zwischen Scheidenausgang und After zählt manchmal auch dazu und wird als Damm bezeichnet.

W

Wechseljahre
Die Wechseljahre werden medizinisch oftmals als Klimakterium oder auch Menopause bezeichnet – in dieser z. T. fast zehn Jahre andauernden Zeitspanne, die bei den meisten Frauen mit Mitte/Ende Vierzig beginnt, findet ähnlich wie bei der Pubertät eine hormonelle Umstellung statt. In dieser Zeit endet auch die monatliche >Periode und die Frau kann ab diesem Zeitpunkt auf natürlichem Wege keine Kinder mehr bekommen. Einige Frauen empfinden die Wechseljahre als sehr anstrengend. Als „Nebenwirkungen“ kennen die meisten Schweißausbrüche, Hitzewallungen, Gewichtszunahme bis hin zur Scheidentrockenheit. Deswegen sind gerade Frauen in diesem Lebensabschnitt leicht anfällig für eine >Scheidenpilz-Infektion und sollten deswegen gerade beim Geschlechtsverkehr immer auf genügend Feuchtigkeit achten. Die Wechseljahre sind aber dennoch keine Krankheit, sondern ein wichtiger Übergang von einer Lebensphase zur nächsten.

Wischtechnik, richtige
Die für Frauen richtige Wischtechnik nach dem Toilettengang ist eigentlich ganz einfach: immer von vorne nach hinten. So wird vermieden, dass Darmbakterien in die Scheide eindringen können und es so zu einer >Scheidenpilz-Infektion kommt.

Z

Zäpfchen
Die meisten kennen Zäpfchen (medizinisch als Suppositorium bezeichnet) noch aus Kindertagen – da bekam man sie in den Po und sie halfen gut gegen Fieber und Schmerzen. Es gibt jedoch auch spezielle Scheiden-Zäpfchen, meist aus einer fetthaltigen Substanz hergestellt – so bringt man z. B. schnell >Milchsäure-Bakterien in die >Scheide. Die Zäpfchen werden vor dem Schlafen eingeführt und schmelzen bei Körpertemperatur.

Zyklus
Der Zyklus bezeichnet die vierwöchige Phase, in der ein Ei im Eierstock heranreift, es zum sog. Eisprung kommt, und sich die Gebärmutterschleimhaut aufbaut, um dieses Ei aufzunehmen. Bleibt die Befruchtung aus, wird während der >Periode die aufgebaute Schleimhaut abgestoßen – und der Zyklus beginnt erneut.

Scheidenpilz – das Intimglossar
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