Scheidenpilz

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Die Scheidenpilz Infektion (med. Vaginalmykose) gehört zu den häufigsten Erkrankungen des weiblichen Genitalbereichs – neben den oftmals sehr unangenehmen Scheidenpilz-Symptomen wie starkem Jucken und Brennen nach bzw. beim Wasserlassen – ist der Pilz im Vaginalbereich auch heute noch oftmals tabuisiert und mit Vorurteilen belastet. Viele betroffene Frauen schämen sich, wenn sie die Symptome bemerken und sprechen mit niemanden darüber. Manch einer hält Scheidenpilz gar für eine Geschlechtskrankheit! Diese Annahmen sind alle schlichtweg falsch – denn die eigentliche Ursache für Scheidenpilz ist eine Überbesiedlung der Scheidenflora mit dem Candida albicans-Hefepilz. Zu dieser kommt es, wenn die natürliche Scheidenflora aus dem Gleichgewicht geraten ist und dem Hefepilz unterliegt. Somit „holt“ sich keine Frau diesen Erreger, er ist natürlicherweise vorhanden!

Scheidenpilz-Infektion – Wann ist frau besonders anfällig dafür?

Gerade in den großen Umbruchphasen im Leben einer Frau ist das natürliche Gleichgewicht der Scheidenflora besonders in Gefahr, wie bei jungen Frauen in und nach der Pubertät, bei Schwangeren oder auch in den Wechseljahren – hier haben die Hormon-Schwankungen einen großen Anteil an der Entstehung einer Scheidenpilz Infektion. Aber auch der stressige Alltag, andere Erkrankungen, Stoffwechselstörungen, eventuell nach einer Therapie mit Antibiotika oder sehr einseitige Ernährung können die Scheidenflora-Balance stören und damit eine Pilzinfektion in der Scheide begünstigen. Es hat also vielfältige Ursachen, dass eine Frau an einer Scheidenpilzinfektion erkrankt. Und keine hat mit mangelnder Sauberkeit, Sex oder Untreue zu tun! Weitere Informationen zum Thema „Ursachen für Scheidenpilz-Infektionen“ gibt es hier.

Scheidenpilz Therapie – Abhilfe gegen Jucken und Brennen

Scheidenpilz kann jede Frau treffen (Foto © Fotolia)Wenn eine Frau zum ersten Mal die typischen Symptome in der Scheide erspürt, vorallem auch wenn sie schwanger ist, ist es wichtig, dass sie sich bei einer Frauenärztin gynäkologisch untersuchen lässt und diese die Pilzinfektion feststellt und somit die Diagnose Scheidenpilz stellt. War man hingegen bereits von einem Scheidenpilz betroffen, ist dies nicht nötig – außer man ist schwanger. Bei den ersten Anzeichen von Juckreiz im Genitalbereich ist dann schnelles Handeln gefragt: In der Apotheke sind rezeptfrei gut wirksame Antipilz-Medikamente erhältlich, wie die besonders effektive und bewährte Kombi-Therapien, die aus Vaginaltabletten und Vaginalcreme bestehen. Damit hat jede Frau den unangenehme Pilz nach wenigen Tagen selbst im Griff und fühlt sich schnell wieder wohl in ihrer Haut!
Bestehen Zweifel, ob die Symptome im Bereich der Scheide wirklich auf eine Scheidenpilz-Infektion hinweisen, kann der Scheidenpilz Selbsttest eine Hilfestellung bieten, dieser befindet sich hier.
Nicht vergessen: Auch in die moderne Reiseapotheke gehört ein Antipilz-Medikament, denn in vielen Ländern können diese nicht einfach rezeptfrei in der Apotheke gekauft werden, d.h. frau muss sich im Urlaubsort eine Frauenärztin suchen und dort gynäkologisch untersuchen lassen – dieser Stress kann dann schnell das Urlaubsvergnügen trüben.
Leider gibt es keine wirkliche Alternative zur medikamentösen Behandlung, auch wenn gerade in Internet-Foren immer wieder Hausmittel gegen Scheidenpilz-Infektionen empfohlen werden: In Naturjogurt getränkte Tampons, Sitzbäder oder gar Scheidenspülungen mit z.B. Teebaumöl oder Kräutern sind nicht nur wirkungslos, sondern reizen die empfindliche Scheidenflora zusätzlich und verstärken das unangenehme Erscheinungsbild der Erkrankung noch. Der genaue Ablauf einer erfolgreichen Therapie bei einer Scheidenpilz-Infektion wird hier ausführlich geschildert.

Sex während Scheidenpilz-Infektion möglich?

Früher war es üblich, auch den Partner mit einer Antipilz-Creme zu behandeln, das geschieht heute nur noch in Absprache mit der behandelnden Frauenärztin.
Aus medizinischer Sicht müssen von Scheidenpilz betroffene Frauen während einer Scheidenpilz-Behandlung nicht auf Geschlechtsverkehr verzichten, aber oftmals verderben die üblichen Scheidenpilz Symptome die Lust auf Zweisamkeit und Sex; einige Zeit zu warten tut auch der irritierten Scheidenflora gut. Nach einer erfolgreichen Scheidenpilz-Behandlung und gerade bei Frauen, die unter einer trockenen Scheide leiden (wie z.B. in den Wechseljahren) mindert die Benutzung eines sensitiven Gleitgels die Reibung und schont die Scheidenflora.
Im Sinne einer nachhaltigen Vorbeugung bei einer Scheidenpilz-Infektion sollten beim Wechsel von Anal- zu Vaginal-Sex stets Kondome benutzt werden, damit keine Darm-Bakterien das sensible Scheiden-Milieu irritieren können.

Scheidenpilz Vorbeugung

Jede dritte Frau ist mindestens einmal in ihrem Leben von einer Scheidenpilz Infektion mit dem unangenehmen Jucken und Brennen im Genitalbereich betroffen. Viele sogar öfter in ihrem Leben – und leider gibt es auch keine wirkliche Immunität gegen diese lästige Scheidenpilz-Erkrankung. Aber schon mit einigen kleinen Verhaltensänderungen kann das Risiko, erneut an einem Scheidenpilz zu erkranken, minimiert werden!
Das wichtigste ist hier die richtige Intimhygiene, wobei heutzutage die Regel „weniger ist mehr“ nicht oft genug wiederholt werden kann – trotz der ganzen Seifen, Intimdeos oder Scheidenspülungen, die angeboten werden, reicht lauwarmes Wasser einmal am Tag aus!
Ebenso wichtig ist aber auch, dass im Genitalbereich kein Feuchtigkeits- bzw. Luftstau entstehen darf – gerade beim Sport sollte deswegen Funktionsunterwäsche getragen werden und im Alltag schön locker sitzende Unterwäsche aus Naturmaterialien. Während der Periode ist es zudem wichtig, auf luftdurchlässige Binden zu achten und die Tampongröße immer der Regelstärke anzupassen, denn ein nicht vollgesaugter Tampon kann leicht die Scheidenflora irritieren und Mikro-Verletzungen im Gewebe verursachen, welche dann wieder zu einer Scheidenpilz-Infektion führen.

In Kooperation mit Bayer HealthCare.

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Weitere Informationen

Weitere sinnvolle und gut umsetzbare Vorsichtsmaßnahmen und Tipps zum Thema Vorbeugung einer Scheidenpilz-Infektion gibt es hier.

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