Diabetes bei Kindern

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Wenn bei Kindern eine Diabetes diagnostiziert wird, dann ist das üblicherweise die Diabetes des Typs eins. Hierbei handelt es sich um eine sogenannte Autoimmunerkrankung, innerhalb derer die Zellen innerhalb der Bauchspeicheldrüse, die das Insulin produzieren, mit körpereigenen Abwehrprozessen zerstört werden. Heilbar ist die Diabetes des Typs 1 nicht, allerdings können die betroffenen Patienten durch eine heute erzielbare optimale Blutzuckereinstellung fast ein normales Leben führen.

Die Behandlung der Diabetes

Direkt nach der Diagnose der Diabetes bekommen Eltern und Kinder günstigstenfalls sofort eine gezielte Diabetes-Schulung. Darin erfahren sie, welche Kohlenhydratanteile in welchen Lebensmitteln enthalten sind und welche Menge an Insulin der Organismus zur jeweiligen Tageszeit für die Verdauung welcher Lebensmittel benötigt. Weiterhin lernen die Patienten innerhalb der Schulung, den Bedarf an Insulin richtig einzuschätzen und weiterhin auch zum richtigen Zeitpunkt die passende Menge Insulin zu spritzen. Sehr wichtig sind sowohl die Dosierung als auch der Zeitpunkt der Insulingabe, damit eine lebensgefährliche Unterzuckerung, auch Hypoglykämie genannt, oder ein zu hoher Blutzuckerspiegel ausgeschlossen werden können. Der Typ-1-Diabetes muss ein Leben lang mit dem Spritzen von Insulin behandelt werden, weil die Bauchspeicheldrüse selbst nicht mehr in der Lage ist, dieses selbst herzustellen. Sehr häufig kommt heute bei Kindern und Jugendlichen die implantierte Insulinpumpe zum Einsatz, weil sie sich sowohl flexibel als auch schnell ansteuern lässt.

Die Symptome der Diabetes beim Kind

Symptome der Diabetes zeigen sich bei Kindern im Regelfall erst, wenn über 80 Prozent der Betazellen, die das Insulin produzieren, zerstört sind. Vorher reichen die Restmengen an Insulin noch aus, um einer vollkommenen Entgleisung es Zuckerstoffwechsels entgegen zu wirken. Allerdings können sich Symptome innerhalb von nur wenigen Wochen entwickeln. Dazu gehört das Ausscheiden großer Urinmengen, dazu nächtliches Wasserlassen oder auch Einnässen. Das Kind hat häufig extremes Durstgefühl und es benötigt Trinkmengen von mehreren Litern täglich. Auch Mattheit und Leistungsschwäche sind Symptome für eine Diabetes. Sehr häufig ist ein Gewichtsverlust trotz ständigem Heißhunger zu verzeichnen, wobei das Kind mit Typ 1 Diabetes in der Regel sehr schlank ist. Auch starke Bauchschmerzen können ein Symptom sein. Ist die Diabetes bereits in einem fortgeschrittenen Stadium, ist ein Acetongeruch des Atems zu verzeichnen.

Ist das Kind von der deutlich selteneren Typ 2 Diabetes betroffen, entwickeln sich die Symptome sehr viel langsamer. Im Gegensatz zum Typ 1 neigt das Typ-2-Diabetes-Kind zu häufig deutlichem Übergewicht.

Die Diagnose der Diabetes

Die Diagnose der Diabetes sollte von einem Facharzt für Kinderheilkunde oder aber einem Facharzt für Innere Medizin sowie Endokrinologie erfolgen. Dieser Arzt wird zunächst die oben genannten typischen Symptome abfragen. Dazu wird erfragt, ob bereits ein Familienmitglied an Diabetes Typ 1 erkrankt ist. Danach erfolgt die Untersuchung, zu er auch eine morgendliche Blutentnahme in nüchternem Zustand gehört. Auch ein Antikörper-Suchtest gehört zur Diagnose, um zwischen einer Typ 1 und Typ 2 Diabetes unterscheiden zu können. Dieser Test erfolgt besonders dann, wenn schon ein Familienmitglied erkrankt ist. Beim Verdacht auf Diabetes wird üblicherweise auch eine Urinuntersuchung durchgeführt, denn überschüssiger Zucker lässt sich, sofern er deutlich über den Normalwerten liegt, im Urin nachweisen. Sind die Nieren durch die längerfristig unbehandelte Diabetes bereits geschädigt, wird im Urin das sogenannten Albuminurie nachgewiesen.

Wie verläuft die Behandlung und der Verlauf des Typ 2 Diabetes beim Kind?

Der Verlauf der Diabetes vom Typ 2 ist – anders als beim Typ 1 – wesentlich von der weiteren Gestaltung des Lebensstils abhängig. Mehr Bewegung sowie eine energiereduzierte Ernährung, kombiniert mit einer Gewichtsreduzierung kann dafür sorgen, dass der Diabetes Typ 2 beim Kind wieder komplett verschwinden kann. Diabetes Typ 2 gilt im Volksmund als Wohlstandskrankheit und sie ist dahingehend behandelbar, dass einer Überernährung einfach entgegen gewirkt wird.

Die Behandlung und der Verlauf der Typ 1 Diabetes

Anders als dies beim Diabetes Typ 2 der Fall ist, kann die Diabetes vom Typ 1 bei Kindern bisher nicht geheilt werden. Das heißt, dass das Kind auch im Erwachsenenalter auf die Zuführung von Insulin angewiesen ist. Weiterhin sind regelmäßige neue Schulungen sowie eine kontinuierliche Überwachung in medizinischer Hinsicht beim Typ 1 Diabetes absolut notwendig. Das Hauptziel der Behandlung hier liegt in der Erzielung von möglichst konstanten Blutzuckerwerten, was durch eine intensivierte Insulintherapie erreicht werden soll. Beim Diabetes Typ 1 steht nicht die Heilung im Vordergrund, sondern anstelle dessen die Vermeidung oder Reduzierung von Folgeerkrankungen, denn je jünger der Patient beim Beginn der Erkrankung mit Diabetes Typ 1 ist, umso höher ist auch das Risiko, langfristig an Folgeschäden zu leiden.

Bei der Typ 1 Diabetes spricht man von der erworbenen Diabetes durch den Lebensstil, während es sich bei der Diabetes Typ 1 um eine Autoimmunerkrankung handelt, bei der die insulinbildenden Zellen zerstört werden.

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Foto © Andrey Popov / Fotolia
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