Was hilft gegen Schuppenflechte?

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Die Symptome der Schuppenflechte

Auf den befallenen Stellen zeigen sich silbrig glänzende Schuppen, die Haut ist dabei gerötet und entzündet. Der Ellenbogen, die Kniescheiben, die Kreuzbeingegend und der behaarte Kopf sind Stellen die oft von der Schuppenflechte betroffen sind. Ebenso können die Achselhöhlen, der Bauchnabel oder die Geschlechtsorgane befallen sein. Die sogenannte Hornschicht wird mit den unreifen Hautzellen nicht fertig und stoßt sie nicht schnell genug ab. Unsere Haut erneuert sich innerhalb 27 Tagen, bei Patienten mit Schuppenflechte ist dieser Prozess schon nach drei bis vier Tagen abgeschlossen.

Wichtig ist, dass die Schuppenflechte keine ansteckende Hauterkrankung ist.

Die Therapie

Eine ursächliche Heilung ist bei einer Schuppenflechte nicht möglich. Deshalb zielen die Therapien auf eine Linderung und ein Abheilen der Symptome. Ebenso wird auf eine Verkürzung der akuten Phase und auf eine Vermeidung von neuen Ausbrüchen gesetzt. Die Bandbreite der Möglichkeiten reicht von pflegenden Salben bis hin zu starken das Immunsystem hemmenden Medikamente (immunsuppressiven). Die angewandten Therapien sollen sich nach dem individuellen Zustand des Patienten richten. Dabei werden Therapien oft miteinander kombiniert. Auch kann ein Wechsel einer seit langem bestehenden Therapie oft hilfreich sein. Die Basis bei Schuppenflechte ist explizit die Hautpflege,

Die äußerliche Behandlung

Dazu gibt es Cremes, Salben und Lotionen die auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden. Es gibt dazu Badezusätze und Shampoos, die eine Linderung bringen. Damit die Schuppen abgelöst werden, nutzt man Bäder und Salbenverbände mit Salicylsäure, Milchsäure oder Harnstoff. Man muss zu der täglichen äußerlichen Behandlung sagen, dass die je nach Hautbild zehn bis 45 Minuten betragen kann.

Übermäßiges Zellwachstum und Entzündungsvorgänge werden mit Dithranol gehemmt. Allerdings entstehen damit oft Nebenwirkungen mit Hautirritationen und Verfärbungen, der Bettwäsche und der Kleidung.

Zwischenzeitlich gibt es die sogenannte Minutentherapie, die auch nicht so zeitraubend ist. Vitamin D in Wirkstoffen wie Calcipotriol, Tacalcitol wirken ebenfalls entzündungshemmend, die als Standardtherapie eingesetzt werden kann. Sie kann auch mit selektiver Phototherapie kombiniert werden.

Häufig verwendet man auch Vitamin-D-Präparate mit Cortisonsalben. Gerade zu Beginn einer Behandlung kann das sehr hilfreich sein. Allerdings wird von einer Langzeitanwendung eher abgeraten, da die Haut an den betroffenen Stellen dünner und somit infektionsanfälliger werden kann.

Die innere Behandlung

Kommt es zu einem schweren Verkauf der Erkrankung und reicht die äußerliche Behandlung nicht aus, werden Medikamente zum Einnehmen verschrieben. Um eine innere Behandlung mit Medikamenten und eine äußerliche Behandlung mit Cremes und Salben zu rechtfertigen, muss die Erkrankung ein gewisser Schweregrad erreicht haben.

Bei einem schwereren Verlauf kann dann mit Vitamin A (Retinoiden) behandelt werden, mit UV-Licht kombiniert. Hier ist es wichtig darauf zu achten, dass eine Frau nicht schwanger ist, denn Vitamin-A-Abkömmlinge können auf lange Sicht gesehen, das Ungeborene schädigen.

Zudem kann eine immunsupressive Therapie mit Methotrexat, Ciocoslporn oder Fumarsäuretester in Betracht kommen. Diese Wirkstoffe haben sich seit langer Zeit bewährt und eigenen sich auch die längere Behandlung.

Klima- und Photo-Therapien

Sonneneinwirkungen oder die Bestrahlung mit UV-Licht haben bei Psoriasis-Kranken viele Beschwerden gelindert. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass kein Sonnenbrand entsteht. Tritt dennoch der Fall ein, kann sich die Schuppenflechte explosionsartig verbreiten. Als Therapie werden Wasser-Bäder mit einem Salz-Gehalt und einer steten UV-Bestrahlung angeboten. Das salzige Wasser löst die Schuppen und die UV-Strahlung wirkt sich positiv auf die Zellteilung aus. Wichtig zu wissen, dass Solarienbesuche nichts bringen, es sind die medizinischen UV-Strahlen die helfen. Die Photo-Solebehandung gibt es seit mehr als 25 Jahren und wird oft in Rehakliniken oder Spezialkliniken angewandt.

Wirkt eine Lasertherapie?

Eine neue Therapiemöglichkeit ist das Einsätzen eines Lasers, der allerdings von den gesetzlichen Krankenkassen nicht nicht bezahlt. Mit dieser Behandlung können auf kleinste Flächen sehr hohe Lichtenergiemengen auf die befallenen Hautstellen verbracht werden. Die Lasertherapie ist aufwändiger und teurer als beispielsweise die Phototherapie. Geeignet ist diese Therapie bei sehr hartnäckiger Schuppenflechte die sich am Knie oder Ellbogen zeigt.

Alternative Therapie

Dabei kann die traditionelle chinesische Methode, Homöopathie, Silymarin-Präparate bei Schuppenflechte angewandt werden. Allerdings ist die Wirkung nicht offen belegt.

Vorbeugende Therapie – gibt es die?

Menschen die mit einer Psoriasis behaftet sind, leiden nicht nur unter den Symptomen der Krankheit und den Nebenwirkungen der Medikamente, sondern es ist die Stigmatisierung der schwerwiegendste Krankheitsfolge. Wer darunter leidet, dessen Selbstwertgefühl leidet sehr, die Menschen fühlen sich entstellt. Dadurch kann ein Stressfaktor entstehen, der die Erkrankung verschlimmert, was bei vielen Betroffenen Depressionen auslösen kann. Die Folge können soziale Isolation oder auch Alkoholmissbrauch sein. Ebenso können sexuelle Probleme in einer Partnerschaft auftreten. Gerade junge Menschen sind der Meinung, wenn die ersten Krankheitszeichen auftreten, von Freunden wie „Aussätzige“ behandelt zu werden. Dabei ist es entscheidend wo die Schuppenflechte sitzt, im Gesicht oder im Genitalbereich. Vermehrter Juckreiz kann dazu ebenfalls ein Problem sein.

Wer sich gesund ernährt, Genussgifte einschränkt und sein Normalgewicht hält, der kann ein robustes Immunsystem entwickeln, dass dann weniger anfällig ist für die Psoriasis Schübe.

Sanfte Hausmittel

Sanfte Hausmittel können die Beschwerden bei der Schuppenflechte ebenfalls lindern. So können mit warmem Olivenöl die betroffenen Hautstellen betupft werden. Ein Vollbad mit Bittersalz bringt ebenfalls Linderung. Ein weiches Baumwolltuch in Apfelessig verdünnt mit Wasser getaucht und auf die Hautpartien aufgetragen, hilft ebenso. Pures Aloe-vera-Gel auf die Haut legen, es entsteht eine beruhigende Wirkung und kann eine Entzündung eindämmen.

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Foto © Ольга Тернавская / Fotolia
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