Schuppenflechte auf dem Kopf

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Auch wenn die Schuppenflechte nicht ansteckend ist, schämen sich die Betroffenen für ihr Aussehen. Zudem beeinträchtigt der ständige Juckreiz, der schubweise auftritt, die Lebensqualität enorm. In der Regel erkrankt man bis zum 40. Lebensjahr, nur in ganz seltenen Fällen tritt die Schuppenflechte erst im fünften oder sechsten Lebensjahrzehnt auf. Der Körperteil, der am häufigsten von der Schuppenflechte betroffen ist, ist die Kopfhaut.

Schuppenflechte der Kopfhaut

Die Psoriasis capitis, also die Schuppenflechte des Kopfes, kann entweder isoliert auftreten oder auch mit Flechtbefall anderer Körperstellen . Normalerweise zeigt sich diese Flechte als rötliche, verdickte Plaques, also Hautareale, die sich meistens am an den seitlichen Haargrenzen befinden, aber auch im Nacken und an der Stirnhaargrenze. Dadurch kann man die Flechte auch sehr gut von normalen Schuppen unterscheiden, da sich diese über den gesamten Kopfbereich verteilen, die Schuppenflechte aber klar abgegrenzt ist. Zudem kann man sie deutlich spüren, da sie durch den hohen Talggehalt sehr fettig sind und sich wie kleine Klumpen anfühlen, während die herkömmlichen Schuppen nicht zu ertasten sind. Die Haar fallen nur bei sehr starker Psoirasis capitis aus, denn normalerweise ist nur die obere Hautschicht betroffen und nicht die Haarwurzeln selbst, so dass das Haar durch die betroffene Stelle wächst.

Symptome und Schweregrade der Schuppenflechte der Kopfhaut

Je schneller die Zellen aus der oberen Hautschicht nach oben wandern und sich an der Hautoberfläche absetzen, umso schneller bilden sich die Plaques der Schuppenflechte. Bei einem gesunden Menschen dauert die Hauterneuerung 28 Tage, bei einem Psoriatiker gerade mal ein paar Tage. Die meisten Betroffenen leider unter der schwachen Form der Schuppenflechte, wobei weniger als die Hälfte der Kopfhaut betroffen ist. Die Schuppung und die Rötung sind nur sehr gering, auch der Juckreiz hält sich in Grenzen. Die zweite Schicht der Psoriasis betrifft zwar auch nur weniger als 50 Prozent, jedoch leiden die Erkrankten wesentlich stärker unter Juckreiz, größeren Plaques und einer erhöhten Rötung. Die letzte und schwere Art der Schuppenflechte verteilt sich über fast den ganzen Kopfbereich und der Juckreiz ist extrem störend.

Ein Arzt kann durch einen einfachen Anfangstest feststellen, ob es sich um Schuppenflechte handelt, indem er eine Schuppe abkratzt. Dabei bleibt nur noch eine dünne Hautschicht darunter. Wenn man diese nun auch löst, blutet es leicht punktförmig an dieser Stelle.

Behandlungsmöglichkeiten der Psoriasis Capitis

Bei der leichten Form der Schuppenflechte genügen spezielle Shampoos, die es in der Apotheke zu kaufen gibt. Man sollte aber auf alle Fälle vermeiden, zu stark und zu häufig die Haare zu bürsten, da man dadurch die Entzündung durch den Reiz verstärken kann. Es ist aber leider nicht möglich die Ursachen dauerhaft zu bekämpfen, sondern es wird lediglich eine Linderung der Begleiterscheinungen erreicht. Weitere Therapiemöglichkeiten sind die Anwendung von Cremes und Lotionen. Inhaltsstoffe, die dabei besonders gute Wirkung erzielen, sind Harnstoffe, Milchsäure oder Salcylsäure. Letztere sollte aber nicht bei Kindern angewandt werden. Durch einen Verband mit diesen Lotionen können die Schuppen gelöst werden und weitere Medikamente angewandt werden. Bei schweren Fällen der Schuppenflechte wendet man eine Cortisontherapie an.

Sollte die Anwendung verschiedener Cremes nicht helfen, gibt es zudem noch die Möglichkeit, die äußere Anwendung mit der Beigabe von Medikamenten zu ergänzen. Als Beispiel können Vitamin-A-Derivate genannt werden, die in den meisten Fällen mit UV-Licht kombiniert werden. Biologicals oder immunsuppressive Medikamente können ebenso Linderung verschaffen.

Neben der Behandlung mit Medikamenten sollten die Betroffenen darauf achten, einen gesunden Lebensstil sich anzueignen und seelischen Stress zu vermeiden.

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Foto © elena / Fotolia
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