Augenmigräne – Ursache, Anzeichen und Möglichkeiten der Behandlung

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Meist treten diese Beschwerden ohne Vorwarnung auf. Augenmigräne zeigt sich durch ein eingeschränktes Gesichtsfeld, durch Flimmern, Flackern und Lichtblitze. Bei vielen Menschen rufen diese Anzeichen eine gewisse Angst hervor, sie verschwinden jedoch meist nach kurzer Zeit wieder. Zahlreiche Betroffene können auf Medikamente verzichten und warten, bis die Beschwerden wieder von alleine verschwinden. Was können Sie akut dagegen unternehmen und wie unterscheidet sich Augenmigräne von anderen Formen der Migräne? Wir möchten Ihnen mit diesem Artikel die notwendigen Informationen vermitteln.

Eine besondere Form der Migräne – Anzeichen der Augenmigräne

Die Attacken der betroffenen Menschen unterscheiden sich meist jedes Mal und sind bei jedem Patienten anders. Augenmigräne kann zusätzlich zu den typischen Kopfschmerzen der Migräne auftreten oder auch alleine. Generell treten bei vielen Patienten Gesichtsfeldausfälle, Flimmern und Lichtblitze in Kombination miteinander auf. Die Symptome können ineinander übergehen und eine starke Beschränkung des Gesichtsfeldes bewirken. Begleiterscheinungen können Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Lichtempfindlichkeit sein. Bei starken Anfällen können Halluzinationen und das Sehen von doppelten Bildern hinzu kommen. Die Beschwerden verschwinden oft nach kurzen Attacken wieder ganz ab, bleibende Schäden für die Gesundheit bleiben nicht zurück. In seltenen Fällen kann es zu Komplikationen in Form einer ophthalmoplegischen Migräne kommen. Diese zeigt sich in Form eine Lähmung der Nerven auf, die zur Augenmuskulatur führen. Vor allem Jugendliche und Kinder sind davon betroffen. Sollten die Beschwerden anhalten, ist ein Gang zum Augenarzt unabdingbar. Äußerlich zeigen sich geweitete Pupillen, eine Augenfehlstellung oder hängende Lider.

Die Ursachen einer Augenmigräne

Bei einer Augenmigräne handelt es sich um eine neurologische Erkrankung, somit ist das Nervensystem betroffen. Aus diesem Grund verschwinden die Symptome nicht, wenn Sie die Augen schließen. Bis heute sind allerdings die genauen Ursachen nicht vollständig bekannt. Die Forschung konnte bisher nur erklärende Ansätze und Vermutungen aufsetzen, dazu gehören unter anderem Durchblutungsstörung. Es wird davon ausgegangen, dass infolge der gestörten Zirkulation der Blutgefäße diese Botenstoffe ausschütten, was zu Beschwerden führen kann. Somit ist Augenmigräne eine Folge der gestörten Durchblutung in der Sehrinde, wo sich das Zentrum für visuelle Reize befindet. Aufgrund der nicht ausreichenden Blutzufuhr und des damit fehlenden Sauerstoffs schleichen sich Fehler ein, die Sie als Sehstörung wahrnehmen. Eine weitere Erklärung stellt die Nerven in den Vordergrund. Die Vermutung der Mediziner geht dahin, dass ein Ungleichgewicht zwischen Erregung und Hemmung bei den Nerven besteht, die mit unserem Sehnerv verbunden sind. Diese leiten die optischen Reize unkorrekt weiter, was sich durch die angeführten Symptome äußert. Verschiedene Triggerfaktoren können eine solche Nervenstörung noch erhöhen. Trigger sind Auslöser, welche bestimmte Reaktionen des Körpers hervor rufen. Als Verursacher für eine Augenmigräne gelten Stress, Alkohol, Schlafmangel, hormonelle Schwankungen, bestimmte Medikamente, Witterungsschwankungen, Lichtreize oder einzelne Inhaltsstoffe von Lebensmitteln.

Was tun bei einem Anfall von Augenmigräne?

Die auftretenden Beschwerden sowie das beeinträchtigte Sehvermögen bei einem akuten Anfall von Augenmigräne sind unangenehm. Die Lichtblitze treten selbst bei geschlossenen Augen auf. Ein kleiner Trost für Betroffene ist, dass die Anfälle meist nur wenige Minuten dauern, in den meisten Fällen nicht länger als eine Stunde. Die besten Helfer bei einer akuten Schmerzattacke sind Dunkelheit und Ruhe. Legen Sie kühle Tücher auf Augen und Stirn, diese können Linderung bringen. Versuchen Sie alles, was zur Entspannung beiträgt, dazu gehören auch verschiedene Entspannungstechniken. Ist der Anfall weniger stark, kommen die meisten Betroffenen ohne einen Arzt oder Schmerzmittel aus. Sollte die Augenmigräne schlimmer werden, können oft nur schnell wirksame Schmerzmittel für Linderung sorgen. Sollten die Migräneanfälle von Mal zu Mal stärker werden, sollte auf jeden Fall ein Mediziner konsultiert werden. Dieser kann gemeinsam mit Ihnen besprechen, wie Sie mit der Augenmigräne umgehen und die gesundheitlichen Einschränkungen mildern können. Auf jeden Fall sollte der Augenarzt feststellen, ob die Sehstörungen nicht von einer ernsthaften Erkrankung herrühren. Dies könnten ein Schlaganfall oder eine Netzhautablösung sein. Sind diese Ursachen ausgeschlossen, kann der Rat eines Neurologen hilfreich sein. Er hat die Möglichkeit, Untersuchungen anzustellen, welche Schlaganfall und Tumor als Auslöser ausschließen.

So können Sie sich selbst helfen

Die wichtigste Frage bei einem langfristigen Umfang mit Augenmigräne ist die Möglichkeit der Selbsthilfe. Wer seine eigenen Triggerfaktoren kennt, kann am besten gegen einen Anfall vorbeugen. Achten Sie darauf, wann Sie empfindlich reagieren oder wann die Erkrankung auf tritt. So lassen sich durch bestimmte Strategien die Migräne-Attacken vermeiden und die Häufigkeit lässt sich stark reduzieren. Wie auch bei der klassischen Migräne können Vitamin B12 und Magnesium eine vorbeugende Wirkung zeigen. Tauschen Sie sich mit anderen Patienten aus und nutzen Sie die Erfahrungen aus Selbsthilfegruppen. Prinzipiell helfen alle Methoden und Techniken, die zu innerer Ruhe und Entspannung beitragen. Vermeiden Sie Stress so gut es geht, das kann nicht nur erneute starke Anfälle verhindern sondern trägt auch allgemein zu Ihrem Wohlbefinden bei.

Augenmigräne – Ursache, Anzeichen und Möglichkeiten der Behandlung
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Beitragsbild © simonwijers / Pixabay
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