Migräne! Schnelle Hilfe trotz Prophylaxe wichtig

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Wer regelmäßig an Migräne leidet, weiß: Die extremen Kopfschmerzen beeinträchtigen das ganze Leben. Doch auch wer mit einer guten Prophylaxe seine Kopfschmerztage einigermaßen kontrollieren kann, ist nicht vor einer Schmerzattacke gefeit. Daher brauchen Betroffene eine zusätzliche, schnell wirksame Akuttherapie.

Migräne tritt häufig dann auf, wenn man sie überhaupt nicht gebrauchen kann. Oft verursachen Stress, bestimmte Lebensmittel oder Änderungen im Tagesrhythmus die Erkrankung. Die Auslöser einer Migräne können individuell ganz unterschiedlich sein (s. Abbildung). Man kann zwischen beeinflussbaren und nicht beeinflussbaren Auslösern (z. B.: Wetter, Hormonelle Veränderungen) unterscheiden. Um die eigenen „Trigger“ ausfindig zu machen, kann es helfen, ein Kopfschmerztagebuch zu führen. Meidet man seine Trigger, lassen sich die die Anzahl der Migränetage und die Schwere der Attacke meist schon reduzieren.

Doch auch, wer Entspannungsübungen macht und auf das Glas Wein beim Essen genauso verzichtet sowie auf gesunde Ernährung achtet und dazu eine medikamentöse Prophylaxe erhält, ist nicht vor einer plötzlichen Schmerzattacke gefeit.

Wichtig: Schnell handeln!

Eine Umfrage unter 500 Migräne-Patienten hat gezeigt, dass Betroffene nicht zum Arzt gehen, sondern sich selbst mit freiverkäuflichen Schmerzmitteln behandeln – oft jahrelang und ohne großen Erfolg. Dagegen sind Betroffene, die rezeptpflichtige Medikamente nach Absprache mit dem Arzt einnehmen, öfter zufrieden mit dem Therapieergebnis. (Quelle: DocCheck-Umfrage bei 502 Migräne-Patienten, „Migräne aus Patientensicht – Herausforderungen und Erwartungen“, August 2018). Kündigt sich eine Attacke an, empfehlen Experten, frühzeitig einzugreifen und die Migräneattacke mit einer schnell wirksamen Akuttherapie zu durchbrechen. Bewährt haben sich dabei Medikamente aus der Gruppe der Triptane, die es als (Schmelz-) Tablette, Fertigspritze, Zäpfchen und Nasenspray gibt. Sie kommen vor allem bei mittelschweren bis schweren Migräneattacken zum Einsatz.

Die richtige Therapie finden: Migräne-Wissen aus dem Netz

Um eine effektive und den individuellen Bedürfnissen angepasste Therapie zu finden, ist ein offenes Gespräch mit dem behandelnden Arzt das A und O. Eine gute Dokumentation der Migräne-Attacken kann bei der Suche nach der richtigen Therapie helfen. Viele Patienten nutzen hierfür zum Beispiel die Migräne-App der Schmerzklinik Kiel. Wer sich vorab rund um die Entstehung und Therapie der Migräne schlau machen will, findet wertvolle Informationen auf dem Patientenportal www.migräne-ohne-mich.de.

Kernstück der Seite ist ein Fragenkatalog zur Vorbereitung auf das Arztgespräch: Durch die eingebaute Screenshot-Funktion haben Patienten ihre Fragen immer dabei – als Ausdruck oder ganz komfortabel auf dem Smartphone.

Typische Auslöser einer Migräne

Auf www.migräne-ohne-mich.de finden Betroffene Wissenswertes zu möglichen Auslösern einer Migräne und ihrer Therapie.

 Mit freundlicher Unterstützung der Grünenthal GmbH

Grafik: © Grünenthal GmbH
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