Reizdarm-Beschwerden lindern mit FODMAP-Diät und Myrrhe

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Immer wieder Durchfall, Krämpfe und Blähungen oder auch Verstopfung? Etwa fünf Millionen Menschen leiden in Deutschland an einem Reizdarmsyndrom, das mit Störungen der Darmbarriere und Entzündungen einhergeht und eine lebenslange Behandlung erfordert.

Eine neue Studie hat gezeigt, was viele Reizdarmpatienten bereits aus eigener Erfahrung wissen: Die „Low-FODMAP-DIÄT“, bei der schwer verdauliche Kohlenhydrate reduziert werden, verbessert bei Reizdarmpatienten die Lebensqualität. FODMAP steht für „fermentable oligo-, di- and monosaccharides and polyols“. Das sind spezielle Kohlenhydrate (z.B. Fruktose oder Laktose) und Zuckeralkohole (u.a. verschiedene Süßstoffe), die bei Reizdarmpatienten zu Blähungen, Darmkrämpfen und Durchfall führen können.

Für den Magen-Darm-Facharzt und Ernährungsspezialisten Prof. Dr. med. Martin Storr, München, entsprechen die neuen Forschungsergebnisse seiner Erfahrung: „Aus meiner langjährigen praktischen Therapie kann ich bestätigen, dass die FODMAP-Ernährung bei vielen meiner Reizdarmpatienten sehr gut wirkt – aber nicht bei allen, weil das Reizdarmsyndrom sehr individuell ist und es leider noch keine Standardbehandlung gibt, die allen Betroffenen hilft.“ Als Basistherapie zur unterstützenden Behandlung bei Reizdarm, besonders wenn dieser mit Durchfällen einhergeht, setzt Storr außerdem auf ein pflanzliches Myrrhe-Kombinationsarzneimittel aus der Apotheke. „FODMAP und Myrrhe-Arzneimittel bilden eine wunderbare Therapiebasis, da sie an verschiedenen Stellen ansetzen und dadurch unterschiedliche Wirkungen ausüben. So können die vielfältigen Beschwerden zahlreicher Patienten spürbar gelindert werden.“

Arzneipflanze Myrrhe: entkrampfend und anti-entzündlich

Neben seiner ärztlichen Tätigkeit leitet Storr auch Untersuchungen zur Behandlung von Magen-Darm-Störungen mit der Arzneipflanze Myrrhe: So konnten sowohl seine Forschungen an der Ludwig-Maximilians-Universität als auch Studien an der Universität Leipzig ihre anti-entzündlichen und entkrampfenden Wirkungen belegen. An der Berliner Charité wurde darüber hinaus die Stabilisierung der gestörten Darmbarriere gezeigt, was ebenfalls dafür spricht, Myrrhe einzusetzen. Denn eine durchlässige Darmwand (Leaky-Gut-Syndrom) wird als weitere Ursache von Reizdarm diskutiert.

Die Ergebnisse der Grundlagenforschung im Labor stehen im Einklang mit klinischen Studien an „echten Patienten“. So zeigte eine große Beobachtungsstudie an 131 deutschen Arztpraxen: Bei den behandelten Reizdarmpatienten mit Durchfällen linderte die Behandlung mit dem Myrrhe-Arzneimittel die Gesamtbeschwerden besser als andere Therapien.

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Beitragsbild © Repha
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