Gürtelrose in der Schwangerschaft – Das gilt es zu beachten!

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Eine Gürtelrose ist ein Hautausschlag, der starke Schmerzen verursacht und sich in Form eines Gürtels in verschiedenen Körperregionen äußerst. Dabei können prinzipiell alle Bereiche des Körpers betroffen sein – also auch Gesicht, Organe, das Gehirn oder die Augen. Die Ursache eine Gürtelrose ist eine Folge des Windpocken-Virus. Der Ausschlag nach einer Erkrankung an Windpocken klingt zwar rasch ab, das Virus verbleibt allerdings im Körper. Es bleibt ein Leben lang in den Wurzeln der Nerven von Rückenmark und Gehirn erhalten. Im Laufe des Lebens kann es zu einer erneuten Vermehrung der Viren kommen, beispielsweise in Folge eines geschwächten Immunsystems während der Schwangerschaft. Die Krankheitserreger gelangen über das Nervensystem an die Haut nach außen.

Symptome – Woran erkennt man eine Gürtelrose in der Schwangerschaft?

Die ersten Anzeichen einer Gürtelrose lassen sich schwer von denen einer Grippe abgrenzen. Müdigkeit, Unwohlsein, allgemeines Krankheitsgefühl und erhöhte Temperatur lassen sich bei den Betroffenen feststellen. Dazu kommen nach wenigen Tagen brennende Schmerzen in den Bereichen des Körpers, die die vom Virus betroffenen Nerven erreichen. Außerdem ist oft eine veränderte Wahrnehmung von Sinnesreizen aus der Körperperipherie zu erkennen. Betroffene Körperregionen schwellen an und es bilden sich gruppenartig angeordnete Knötchen auf der Haut, die sich im weiteren Krankheitsverlauf zu Bläschen entwickeln. In den Blasen, die etwa reißnagelgroß sind, befindet sich eine wässrig-blutige Flüssigkeit.

Gürtelrose oder Windpocken? Der Unterschied

Eine Gürtelrose verursacht einen Ausschlag, der gürtelförmig und örtlich begrenzt ist. Im Gegensatz dazu verbreiten sich Windpocken am ganzen Körper ungezielt. Betroffen sind meistens Bauch, Oberkörper, Gesicht und Arme. Der erste Ausschlag bei einer Gürtelrose äußert sich normalerweise anfangs auf der Wirbelsäule. Erst danach kommt es zu den typischen symptomatischen Erscheinungsbildern. Im schlimmsten Fall treten Lähmungen auf.

Schadet eine Gürtelrose meinem Kind? Gefahren und Risiken

Laut aktuellem Stand der Wissenschaft ist eine Gürtelrose während der Schwangerschaft meistens ungefährlich für das Baby. Die Symptome einer Gürtelrose sind für die Mutter zwar sehr schmerzhaft, allerdings geht von einem unkomplizierten Krankheitsverlauf keine Gefahr für Mutter oder Kind aus.

Erfolgt eine Erkrankung in den ersten 20 Wochen der Schwangerschaft, ist jedoch Vorsicht geboten. Die häufigsten Folgen sind Entzündungen der Augen und des Gehirns, Hautnarben und Geschwüre, Minderwuchs, Krampfanfälle, Lähmungen, kleiner Schädel sowie Veränderungen der Extremitäten. In diesem Fall kann man etwaige Veränderungen oftmals nicht im Ultraschall erkennen. In acht Prozent aller Fälle kann eine Gürtelrose in der Schwangerschaft sogar tödlich für das ungeborene Kind verlaufen. Es ist daher besonders wichtig, möglichst frühzeitig einen Haus-, Frauen- oder Hautarzt aufzusuchen.

Was kann man gegen eine Gürtelrose in der Schwangerschaft tun?

Gegen eine Ausbreitung des Virus werden spezielle antivirale Präparate in Form von Tabletten oder einer Infusion verabreicht. Gegen die schmerzhaften Symptome einer Gürtelrose helfen antiseptische, die Bläschen austrocknende Lösungen zur lokalen Anwendung sowie eventuell Schmerzmittel. Ihr Arzt wird bei der Verschreibung der Medikamente darauf achten, dass sich diese nicht negativ auf das Kind auswirken und die Schwangerschaft nicht gefährden. Sie sollten aber sofort nach den ersten Anzeichen einer Gürtelrose beziehungsweise dem Verdacht einen Arzt aufsuchen, damit mit der Behandlung spätestens zwei bis drei Tage nach Beginn der Symptomatik begonnen werden kann.

Gürtelrose in der Schwangerschaft – Das gilt es zu beachten!
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Beitragsbild: © egor105 / pixabay
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