Einlagen bei Fersensporn richtig verwenden

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Ein Fersensporn macht sich häufig dadurch bemerkbar, dass jedes Auftreten weh tut und die Fußsohle schmerzt. Beim Begutachten der betreffenden Stellen wird vielfach festgestellt, dass man weder etwas sieht, noch etwas ertasten kann, obwohl der Schmerz da ist. Auf dem Röntgenbild ist eine knöcherne Nase unterhalb des Fußes an der Ferse zu erkennen. Der Sporn an sich ist jedoch nicht die eigentliche Ursache für den Schmerz, sondern eine Sehnenplatte, die von dem Knochen zu den Zehen führt. Diese hat die Funktion, dass sie die Unterseite des Fußes vor Verletzungen schützt. Bei einer Entzündung der Sehnen wirkt der Körper dem entgegen, indem er Kalkablagerungen an der Ferse bildet. Dadurch entsteht der Fersensporn.

Wie hilft der Orthopäde?

Der Facharzt wird zunächst eine medikamentöse Therapie beginnen und Medikamente verabreichen, die eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung haben. Das ist die Basis jeder weiteren Maßnahme.

Weitere Behandlungsmethoden

– Kortisonspritzen

Viele Jahre wurde als weitere Basismaßnahme Kortison in die Ferse gespritzt. Jedoch hat man festgestellt, dass dieses Medikament zu einer Veränderung in der Sehne führen kann. Im weiteren Verlauf kann möglicherweise ein Riss der Sehne erfolgen. Daher werden Kortisonspritzen heutzutage eher selten als Basistherapie angewendet.

– Einlagen

Zur mechanischen Unterstützung der Ferse werden häufig Einlagen vom Orthopäden verordnet. Einlegesohlen sind bei einem Fersensporn eine wirksame Unterstützung und diese helfen zur Schmerzlinderung. Die Sohlen sind jedoch keine alleinige Lösung, da sie ein grundsätzlich bestehendes Ungleichgewicht in der Muskulatur nicht ausgleichen können. Doch sie können sinnvoll mit anderen Therapien zusammen eingesetzt werden. Im Sanitätshaus werden die Einlagen individuell an den Fuß angepasst und danach angefertigt. Die Beratung und Anfertigung der Schuheinlagen erfolgt auf Rezept. Denn die Krankenkassen erkennen diese Behandlungsmethode an und kommen daher für die Kosten auf. Mithilfe der Einlage kann der Fuß wieder ausgerichtet werden. Durch die Weichpolsterung und eine Aussparung am hinteren Teil der Einlage wird der Druck von der schmerzenden Stelle weggenommen.

Wie helfen Einlagen bei einem Fersensporn genau?

Die Einlagen, die der Arzt bei einem Fersensporn verschreibt, bieten dem Fuß eine größere Auflagefläche. Der Hauptdruck liegt insgesamt nicht mehr auf dem Mittelpunkt der Ferse. Das Körpergewicht und somit der Druck wird um den Fersensporn herumverteilt. Dadurch erfolgt eine Umleitung auf den restlichen Fuß. Der Träger der Schuheinlage wird schnell feststellen, dass der schmerzende Druckpunkt am Fersensporn merklich entlastet wird. Dadurch wird der Schmerz verringert. Wichtig für das Tragen der Sohlen ist ein Schuh, der bequem am Fuß sitzt. Daher sollten die medizinischen Sohlen hauptsächlich in flachen Schuhen getragen werden, die nicht zu eng sitzen. Darüber hinaus sollten die Einlegesohlen gegebenenfalls auf bereits vorhandene Fußfehlstellungen Rücksicht nehmen. Ein Knicksenkfuß oder Spreizfuß muss daher von der Sohle mit behandelt werden. Bei Schmerzen in der Ferse ist es darüber hinaus ratsam, nicht zu enge Schuhe mit Absatz zu tragen, da die Beschwerden sonst verstärkt werden könnten und die Behandlung dann nicht wirksam ist.

– Krankengymnastik

Ergänzend zu den Einlagen sollte Krankengymnastik erfolgen. Bei dieser Behandlung wird die Fußmuskulatur gekräftigt. Massagen lösen Verspannungen im Fuß. Muskeln, Sehnen und Bänder werden gedehnt. Hierbei wird nicht nur der Fuß, sondern der gesamte Körper behandelt. Das ist wichtig, da Muskelstränge von den Füssen über die Beine in den Rücken laufen. Durch den Fersensporn kann es zu schmerzhaften Verspannungen und überdies zu Verkürzungen der Muskeln kommen, die einen Beckenschiefstand zur Folge haben können. Das löst wiederum Schmerzen im Rücken aus.

– Stoßwellentherapie

Darüber hinaus kann die Stoßwellentherapie zum Einsatz kommen. Denn diese hat in der Vergangenheit große Erfolge bei einem Fersensporn bewirkt. Durch Ultraschallwellen soll der Zellstoffwechsel aktiviert sowie die Durchblutung gefördert und dadurch die Entzündung gehemmt werden. Diese Therapie hilft nicht jedem Patienten gleichermaßen, von der Krankenkasse wird sie nicht übernommen.

Weitere Tipps zur Selbsthilfe bei Fersensporn lesen Sie hier.

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