Blutarmut: Erschöpfung im Sommer

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Ausflüge ins Grüne, Planschen im Schwimmbad oder im See, Inlineskaten im Abendlicht: Sommer macht Lust auf Bewegung. Wer jedoch auch ohne Bewegung schnell müde oder schlapp wird, gar an Atemnot oder Schwindel leidet, sollte sein Blut untersuchen lassen. Womöglich steckt eine Anämie hinter den Beschwerden. Die Blutarmut entsteht, wenn der Organismus zu wenige rote Blutkörperchen bildet. Bluttests klären die Ursachen, so das IPF.

Eisenmangel richtig diagnostizieren

Sprechen Mediziner von einer Anämie, meinen sie damit einen Mangel an Hämoglobin und roten Blutkörperchen. Blutuntersuchungen im Labor zeigen, ob die Blutbildung in Ordnung ist. Der Großteil aller Anämien geht auf einen Eisenmangel zurück. Der Organismus verliert durch winzige Blutungen oder sich ablösende Hautschichten mehr Eisen, als er über die Nahrung aufnimmt. Die roten Blutkörperchen geraten zu klein und binden zu wenig Sauerstoff. Blutwerte wie Hämoglobin, Ferritin, Transferrin, Vitamin B12 und Folsäure zeigen an, ob der Eisenstoffwechsel funktioniert.

Labortests spüren Anämie auf

Auch Organerkrankungen können eine Anämie verursachen. Blut- und Urintests zeigen, ob etwa die Niere richtig arbeitet. Unentdeckte Blutungen in Folge von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn können ebenfalls zu Anämien führen. Stuhlproben zeigen, ob mit bloßem Auge nicht sichtbares Blut im Stuhl verborgen ist. Zeigen Bluttests, dass zusätzlich wichtige Nährstoffe wie Folsäure, Vitamin D und Vitamin B12 fehlen, deutet dies ebenfalls auf Morbus Crohn hin. Molekulare Labordiagnostik schließlich ermöglicht es, Autoimmunerkrankungen als Ursache für Blutarmut zu identifizieren.

Weitere Informationen

Weitere Informationen enthält das IPF-Faltblatt „Blutsenkung und Blutbild“. Es kann kostenlos auf www.vorsorge-online.de heruntergeladen und bestellt werden.

Foto: © marika / pixelio.de
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