Alterswarzen erkennen und behandeln – Tipps und Infos

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Alterswarzen sind oftmals harmlos aber werden dennoch als störend empfunden, vor allem, wenn sie sich an exponierten Körperstellen wie dem Gesicht oder den Händen befinden. Die altersbedingte Erscheinung ist auch unter dem Begriff seborrhoische Keratose bekannt, da es sich nicht um „echte“ Warzen, sondern um eine übermäßige Verhornung der Haut handelt.

Was sind Alterswarzen und wie kann ich sie erkennen?

Gewöhnliche Warzen entstehen durch einen Befall mit Viren, wie beispielsweise dem humanen Papillomvirus. Diese Viren sorgen für Veränderungen der Haut.

Bei seborrhoische Keratose beziehungsweise Alterswarzen handelt es sich hingegen um eine übermäßige Bildung von Hornhaut, die allerdings nur punktuell auftritt. Hierdurch kommt es zu erhabenen Hautbereichen, die an Warzen erinnern können. Sie unterscheiden sich allerdings in drei entscheidenden Faktoren von den echten Warzen.

  • Form: Zum einen ist der Rand nicht ausgefranst oder zerklüftet. Zum anderen sind die Alterswarzen in der Regel vergleichsweise rund oder oval und ebenmäßig. Es fällt jedoch eine deutliche Erhöhung der Haut auf und die seborrhoische Keratose kann abstehende Erhebungen erzeugen.
  • Farbe: Alterswarzen sind meist rot, braun oder sogar schwarz. Hierdurch lassen sie sich häufig recht deutlich von anderen Warzen gut unterscheiden. Allerdings gibt es auch Varianten, die deutlich heller als der Rest der Haut sein können.
  • Gefühl: Talgig, fettig oder ölig – die Oberfläche der von seborrhoischen Keratose betroffenen Hautareale fühlt sich in der Regel glatt und nahezu eingefettet an.

Ursachen für seborrhoische Keratose

Die genaue Ursache für die Entstehung von Alterswarzen ist noch unklar. Eine genetische Veranlagung zur seborrhoischen Keratose ist jedoch durchaus möglich, da die Alterswarzen in Familien gehäuft auftreten.

Zudem kann davon ausgegangen werden, dass die Sonne einen entscheidenden Einfluss spielt, denn die seborrhoische Keratose tritt vor allem an exponierten Stellen der Haut auf, die häufiger der Sonne ausgesetzt sind. Dabei handelt es sich beispielsweise um das Gesicht, die Hände, Arme und die Vorderseite der Beine.

Symptome bei Alterswarzen

In der Regel sind Alterswarzen gutartig, allerdings können verschiedene Formen unterschieden werden. Sie sind beispielsweise aber nicht ausschließlich an der Farbe bereits optisch einzuordnen. Genauen Aufschluss schafft allerdings nur eine Untersuchung beim Arzt. Die Diagnose sollte in jedem Fall erfolgen, da seborrhoische Keratose auch mit anderen und möglicherweise bösartigen Veränderungen verwechselt werden kann.
Wie die Symptome ausfallen, ist abhängig von der jeweiligen Art.

Unterschieden werden:

  • Leser-Trélat-Syndrom: Bei diesem Syndrom können die Alterswarzen stark jucken und plötzlich auftreten. Die Warzen an sich sind nicht gefährlich, allerdings weisen sie auf krankhafte Tumore hin.
  • Melanokanthom: Melanokanthom sind sehr dunkle Varianten der Alterswarzen, da sich in ihnen besonders viel Melatonin eingelagert hat. Es handelt sich hierbei jedoch um eine gutartige Variante der seborrhoischen Keratose.
  • Stukko-Keratose: Diese Form der Alterswarzen tritt vor allem an den Beinen auf. Vor allem die Unterschenkel und die Fußrücken sind häufig betroffen. Zudem sind die Warzen meist sehr klein und fleckig.
  • Verruca seborrhoica irritata: Bei dieser Art der Alterswarzen handelt es sich ebenfalls und eine an sich gutartige Form. Allerdings sind die Warzen gerötet und können erhebliche Schmerzen bereiten.

Alterswarzen entfernen: Was hilft wirklich?

Für die Entfernung beziehungsweise Behandlung von Alterswarzen bieten sich verschiedene Therapieformen an. Darunter unter anderem:

  • Abschaben: Das Abschaben wird in der medizinischen Fachsprache als Kürettage bezeichnet. Bei dieser Methode wird zunächst das betroffene Hautareal betäubt. Im Anschluss wird mit einer Art scharfem Löffel die Warze abgetragen. Die Behandlung ist in Hinblick auf die Kosten zwar sehr günstig, allerdings ist die Heilungsdauer vergleichsweise lang. Die Methode gilt daher als veraltet und wird nur selten eingesetzt.
  • Laserbehandlung: Hierbei handelt es sich um die teuerste Variante der Behandlungen. Nach einer örtlichen Betäubung wird das verhornte Gewebe mit einem Laser bestrahlt und verdampft dabei. Die entstehende Wunde heilt schnell. Es kann allerdings eine kleine Wunde zurückbleiben.
  • Vereisung: Diese Methode ist einfach in der Anwendung und besonders günstig in Hinblick auf die Kosten. Zudem bleibt meist keine Narbe zurück. Durch diese Vorteile wird sie auch häufig eingesetzt.

Die Kosten für die Entfernung von Alterswarzen müssen in der Regel von dem Patienten selbst bezahlt werden, sofern es sich bei der Behandlung um eine rein kosmetische Maßnahme handelt. Die Kosten gestalten sich abhängig davon, welche Methode zum Einsatz kommt und wie viele Alterswarzen vorhanden sind.

Helfen Hausmittel gegen Alterswarzen?

Immer wieder werden Hausmittel für die Entfernung von Alterswarzen empfohlen. Einen wissenschaftlich belegten Nachweis für deren Wirksamkeit und Sicherheit gibt es allerdings nicht.

 

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Beitragsbild: © 203837475 / AdobeStock

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