Ob Labordiagnostik, Impfungen oder bildgebende Verfahren: Die medizinischen Möglichkeiten zur Gesundheitsvorsorge und Früherkennung von Krankheiten entwickeln sich ständig weiter. Zum Weltgesundheitstag am Dienstag, 7. April, informierte das IPF über neue Leistungen, die dabei helfen, Krankheiten zu vermeiden oder früher zu entdecken.
Erweiterte Krebsvorsorge dank Lungenkrebsscreening
Jährlich erkranken in Deutschland 57.000 Menschen an Lungenkrebs, etwa 45.000 sterben an der Krankheit. Die Überlebensaussichten schwanken je nach dem Stadium der Erkrankung deutlich. Lungenkrebs verursacht im Frühstadium jedoch meist keine Beschwerden. Starke Raucher*innen sind besonders gefährdet, zu erkranken. Seit dem 1. April 2026 können diese unter bestimmten Voraussetzungen nun einmal jährlich ihre Lunge untersuchen lassen. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen.
Verbesserter Impfschutz für jedes Alter
Impfungen ermöglichen es, bestimmte Infektionskrankheiten abzuwehren oder zumindest für deutlich mildere Krankheitsverläufe zu sorgen. Um einen möglichst umfassenden Impfschutz zu gewährleisten, passt die Ständige Impfkommission (STIKO) ihre Impfempfehlungen regelmäßig an. Zu den wichtigen Neuerungen gehört die verbesserte Impfung gegen Meningokokken für Kinder und Jugendliche. Die Erreger können gefährliche Entzündungen auslösen.
Älteren ab 75 Jahren steht neben Grippe- und Covid-Impfung inzwischen eine Standardimpfung gegen RSV (Respiratory Syncytial Virus) zu, um schwere Atemwegserkrankungen zu verhindern.
Neugeborenenscreening mit erweiterten Untersuchungen
Mit dem Neugeborenenscreening können Ärzt*innen seltene, aber behandelbare Erkrankungen bereits wenige Stunden nach der Geburt erkennen. Ab dem 15. Mai 2026 gehören neben einem Vitamin-B12-Mangel auch die Stoffwechselerkrankungen Homocystinurie, Propionazidämie und Methylmalonazidurie zu den Labortests im Rahmen des Neugeborenenscreenings. Eine umgehend eingeleitete Behandlung verbessert die Lebensqualität der Betroffenen deutlich.