„Das wird schon wieder.“ Viele Männer reagieren auf gesundheitliche Veränderungen zunächst mit Abwarten. Besonders wenn Beschwerden den Intimbereich betreffen, fällt es oft schwer, darüber zu sprechen. Veränderungen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, Blut im Urin oder andere ungewohnte Symptome werden deshalb nicht selten verdrängt oder als harmlose Alterserscheinung abgetan.
Dabei gilt: Wer Warnsignale des Körpers bemerkt, sollte sie ernst nehmen und ärztlich abklären lassen. Hinter solchen Beschwerden können unterschiedliche Ursachen stecken. In manchen Fällen können sie auch auf Erkrankungen der Prostata oder Harnblase hinweisen.
Prostatakrebs ist mit rund 80.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Auch Harnblasenkrebs zählt zu den häufigen Tumorerkrankungen. Die Herausforderung: Frühe Stadien verursachen oft nur wenige oder unspezifische Beschwerden. Gerade deshalb kommt der Aufmerksamkeit für mögliche Warnzeichen eine besondere Bedeutung zu.
Ebenso wichtig kann ein offenes Gespräch mit der behandelnden Ärztin/ dem behandelnden Arzt sein. Denn viele gesundheitliche Belastungen gehen über körperliche Beschwerden hinaus. Eine aktuelle internationale Befragung von Menschen mit Blasenkrebs zeigt, dass jede zweite betroffene Person psychische oder emotionale Belastungen im Arztgespräch nicht offen anspricht. Gleichzeitig gaben 87 Prozent an, sie hätten sich besser auf die emotionalen Folgen ihrer Erkrankung vorbereitet gewünscht. Diese Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, Fragen, Sorgen und Unsicherheiten aktiv anzusprechen. Nur wenn die Ärztin oder der Arzt die individuelle Situation kennt, können Betroffene bestmöglich begleitet werden. Ein falsches Tabu kann da oft der eigenen Gesundheit im Wege stehen. Auch Angebote zur Früherkennung sind wichtig: Gesetzlich versicherte Männer haben ab dem 45. Lebensjahr Anspruch auf eine jährliche Untersuchung zur Früherkennung von Prostatakrebs.
Aktiv für die eigene Gesundheit
Gesundheit beginnt oft mit einem Gespräch. Beschwerden anzusprechen, Fragen zu stellen und Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen: all das kann dazu beitragen, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Der wichtigste Schritt ist häufig einfacher als gedacht: nicht wegschauen, sondern handeln.
Weitere Informationen rund um Prostata- und Blasenkrebs finden Sie hier:
Uro-Onkologie | J&J Medical Cloud
Referenzen:
- Krebs in Deutschland für 2021-2023. 15. Ausgabe. Robert Koch-Institut (Hrsg) und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (Hrsg). Berlin, 2025.
- Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): S3-Leitlinie Prostatakarzinom, Langversion 8.1, 2025, AWMF-Registernummer: 043-022OL https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/prostatakarzinom/; Zugriff am [24.09.1016]
- Johnson & Johnson. Bladder Burden Survey. 2026: Data on file.J
Freigabenummer: EM-210513