Impfschutz auf Reisen: Infektionsgefahren lauern nicht nur im Ausland

Moskitos als Krankheitsüberträger (Foto: © pixelio.de/Hans Baulig)

Sommerzeit ist Reisezeit: Tausende Urlauber sind auf dem Weg in ferne Länder und einige werden mit ungewollten Andenken wieder nach Hause zurückkommen: Gelbsucht, Fieberschübe, Kopf- und Gliederschmerzen begleiten sie auf dem Weg in die Heimat – weil sie sich vor der Reise nicht ausreichend geschützt haben. Besser also rechtzeitig den eigenen Impfstatus überprüfen und sich auf dem reisemedizinischen Infodienst www.fit-for-travel.de informieren.

Gerade der asiatische Kontinent lockt zunehmend mehr Reisende, doch vielen sind die gesundheitlichen Risiken ohne empfohlene Schutzimpfungen nicht bewusst. Neben den bekannten Infektionen Hepatitis A und B (zwei durch Viren bedingte Leberentzündungen) stellt die im ostasiatischen Raum breit verbreitete Japanische Enzephalitis (Virusbedingte Hirnentzündung) eine mögliche Bedrohung der Gesundheit dar. Sie wird durch verschiedene Mücken übertragen, die das Virus von infizierten Schweinen und Vögeln auf den Menschen übertragen. Während viele Fälle ohne Symptome verlaufen, zeichnen sich aber auch schwerere Infektionen durch Fieber, Kopfschmerzen oder eine Hirnhautentzündung aus, die bei den Überlebenden bleibende neurologische Schäden hinterlassen kann. Ernste Fälle enden in nahezu der Hälfte tödlich.

Mückenstich (Foto: ©fotolia.com/Marco Uliana - stock.adobe.com

Mücken sind nicht nur lästig, sondern können auch gefährliche Krankheiten übertragen.

Neben dem wichtigen Expositionsschutz durch entsprechende Kleidung, Moskitonetze und Repellents gibt es auch eine zuverlässige Schutzimpfung, die bereits für Personen ab dem 3. Lebensmonat zugelassen ist.

Auch das Risiko, sich mit Tollwut-Viren anzustecken, wird oft unterschätzt. Die Viren befinden sich im Speichel infizierter Säugetiere. Gelangt der infektiöse Speichel in Kontakt mit menschlicher Schleimhaut von Mund oder Auge bzw. durch eine offene Wunde, z. B. nach einem Biss, kommt es zur Infektion, wobei die Viren entlang den Neven zum Gehirn wandern und dort eine Hirnentzündung (Enzephalitis) oder schlaffe Lähmungen auslösen. Typische Symptome sind Juckreiz, Abgeschlagenheit, Schmerzen und Empfindungsstörungen sowie neurologische Ausfälle wie Schluckstörungen. Die einzige erfolgversprechende Behandlung bei einer Infektion mit dem Tollwut-Erreger ist eine sofortige sogenannte Postexpositionsprophylaxe – eine aktive Impfung und Behandlung mit speziellen Antikörpern (Immunglobulin).

Eine vorbeugende Schutzimpfung sollten Personen erhalten, die in ein Reiseland mit hohem Tollwutrisiko verreisen, v.a. die Länder des tropischen Afrikas und Asien, und bei denen eine adäquate medizinische Versorgung im Falle einer Infektion nicht gewährleistet ist (Abenteuer-Urlauber, Rucksack-Touristen, Forscher usw.).

Hepatitis-Bewusstsein schärfen

Am 28. Juli 2017 findet der Welt-Hepatitis-Tag statt. Er verfolgt das Ziel der globalen Sensibilisierung der Bevölkerung zum Thema Leberentzündung und zur Ermutigung von Prävention, Diagnose und Behandlung. Aktionen und Informationsveranstaltungen sollen dazu beitragen, das Bewusstsein für die lebenswichtige Leber zu schärfen.

Hepatitis kann unter anderem durch Viren der Typen A, B, C, D, E ausgelöst werden. Hepatitis A und E werden über Schmierinfektion übertragen und werden nicht chronisch. Sie heilen immer vollständig aus, können bei Schwangeren, älteren Menschen oder Vorerkrankungen der Leber aber schwer, teils sogar tödlich verlaufen. Besonders ernst sind Infektionen mit Hepatitis B und C: Sie werden auf dem Blutweg und über Sexualverkehr weltweit übertragen. Es gibt chronische Verläufe, die nach Jahren zu Leberversagen infolge einer Schrumpfleber oder zu Leberkrebs führen. Während gegen die Typen A und B geimpft werden kann, gibt es gegen Hepatitis C und E keine Schutzimpfung.

Mit freundlicher Unterstützung der Firma GlaxoSmithKline

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Thema und zur reisemedizinischen Vorsorge finden Sie unter www.fit-for-travel.de