Kein Glückspiel! Auf Nummer Sicher gehen: 4-fach-Impfen gegen Grippe

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Die Virusgrippe (Influenza) trifft in Deutschland jedes Jahr viele hunderttausend Menschen. Gefürchtet sind Komplikationen, wie z.B. Lungenentzündung oder Herzmuskelentzündung, die lebensbedrohlich verlaufen können. Um einen rechtzeitigen Schutz bestimmter gefährdeter Bevölkerungsgruppen zu erreichen, sollte zur Impfung idealerweise die Infekt-arme Spätsommerzeit genutzt werden. Seit Mitte August halten die Praxen einen innovativen Vierfach-Impfstoff bereit.

Risikogruppen schützen!

Viele unterschätzen das Risiko der saisonalen Grippe. Erkrankte Personen leiden meistens unter Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen sowie plötzlich auftretendem, hohen Fieber. Der beste Schutz gegen die Influenza ist eine Impfung. Ausdrücklich empfohlen wird die Impfung den Personen, die durch eine Virusgrippe besonders gefährdet sind: schwangeren Frauen, Menschen über 60 Jahre, aber auch Personen jeden Alters, die an einer Grunderkrankung leiden, wie z.B. chronischen Lungenerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Immundefekten.

Auch Personen mit erhöhter Gefährdung, zum Beispiel medizinisches Personal oder Mitarbeiter in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr, sollten gegen Grippe geschützt sein. Sinnvoll ist die Impfung aber auch für jeden, der sich lange Ausfallzeiten wegen einer schwerwiegenden Grippeerkrankung nicht leisten kann oder will.

Welcher Virustyp kommt?

Die jährlichen saisonalen Grippewellen wurden in den letzten Jahrzehnten meist durch vier Grippevirus-Subtypen ausgelöst: A/H1N1, A/H3N2, B/Victoria und B/Yamagata. Infektionen mit Influenza-A- und Influenza-B-Viren sind eine relevante Ursache für Arztbesuche, Arbeitsunfähigkeit, Krankenhauseinweisungen und Todesfälle. Influenza-B-Infektionen verursachten in den letzten Jahren in Deutschland etwa 30 Prozent der Grippe-Erkrankungen.

Vorherrschende B-Linien der Influenza-Stämme (Foto © GSK)

Die bisher eingesetzten sog. trivalenten Standard-Impfstoffe enthielten drei Virusstämme – die beiden Influenza-A-Subtypen und einen B-Subtyp. Die genaue Zusammensetzung richtete sich dabei nach den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die jedes Jahr prognostiziert, welche Virusstämme in der kommenden Saison am wahrscheinlichsten zu einer Erkrankung führen können.

Seit einigen Jahren kursieren jedoch weltweit überwiegend vier verschiedene Virustypen. Wie schwer die Vorhersage der richtigen drei Virustypen für den Impfstoff ist, zeigt ein Blick auf die letzte Grippewelle: in Deutschland kam es zu einem sog. „Mismatch“, d. h. mehr als die Hälfte aller Influenzaerkrankungen wurden durch einen B-Virustyp verursacht, der nicht in den herkömmlichen dreifach-Grippeimpfstoffen enthalten war. Viele Menschen konnten also trotz einer Impfung erkranken!

Nur die Personen, die einen tetravalenten Grippeimpfstoff mit allen vier verschiedenen Virustypen erhalten hatten, verfügten über einen Schutz gegen das häufigste Grippevirus der letzten Saison.

4-fach-Impfstoff für umfassenden Schutz

Deshalb bieten die Arztpraxen jetzt auch die Impfung mit einem Vierfach-Grippeimpfstoff an. Privatversicherten wird die Impfung mit diesem Impfstoff von ihrer Krankenkasse bezahlt. In Deutschland ist dieser Impfstoff aufgrund der Erstattungsmodelle der gesetzlichen Krankenkassen nicht in jedem Fall erstattungsfähig. Damit kommt der tetravalente Impfstoff vor allem Privat-Versicherten zu Gute oder er kann auf Wunsch selber bezahlt werden. Ärzte können den neuen Impfstoff zu Lasten der Krankenkassen jedoch bei denjenigen Patienten verordnen, bei denen ein schwerer Krankheitsverlauf zu befürchten ist und entsprechend eine medizinische Begründung gegeben ist.

Falls Sie Interesse an der Grippeimpfung gegen alle vier Virusstämme haben, sprechen Sie Ihren Arzt gerne an!

Mit freundlicher Unterstützung der Firma GlaxoSmithKline

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www.grippe-info.de

Foto Würfel © Andrea Damm / pixelio.de
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