Homöopathie gegen Stielwarzen – Hilft das wirklich?

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Stielwarzen oder weiche Fibrome sind gutartige epidermale Wucherungen, die sehr häufig vorkommen. In der Regel stören sie das optische Erscheinungsbild vieler Menschen. Stielwarzen können fast überall auf dem Körper vorkommen, bevorzugt sind sie aber am Hals, in den Achselhöhlen, an den Augenlidern, in der Leistengegend und an Körperstellen zu finden, an denen man viel schwitzt. Weiche Fibrome unterscheiden sich in Aussehen, Größe und Form.

Hilft Homöopathie bei Stielwarzen?

Einige homöopathische Arzneimittel für Stielwarzen sind Silica, Thuja Occidentalis (Thuj), Nitricum acidum (Nit-ac.), Cinnabaris (Cinnb), Salpetersäure, Lycopodium clavatum, Antimonium Crudum (Ant-c) und andere. Bei verschiedenen Warzenarten ist Thuja Occidentalis (Thuj) das am häufigsten verwendete Mittel. Nach Meinung von Experten liegt die Erfolgsrate bei über 85 Prozent. Zu beachten ist jedoch, dass einige Hautkrebserkrankungen leicht mit Warzen verwechselt werden können. Im Zweifelsfall sollte vor der homöopathischen Behandlung die sichere Diagnose eines Hautarztes eingeholt werden.

Allerdings kann die Dauer der Behandlung sehr langwierig sein und von Patient zu Patient variieren. Die Dauer hängt zudem von der Größe der Warzen und vom Krankheitsverlauf ab. Bei jungen Stielwarzen findet man manchmal innerhalb von drei Monaten positive Ergebnisse. Warzen, die zahlreich sind und seit mehr als fünf Jahren bestehen, benötigen wahrscheinlich eine längere Medikamenteneinnahme.

Es gibt in der Homöopathie eine Vielzahl möglicher Medikamente für Stielwarzen und andere Warzen. Jeder Patient mit Stielwarzen kann aufgrund seiner individuellen Symptome eines dieser Medikamente benötigen. Erst nach einer detaillierten Untersuchung kann für jeden Patienten das richtige Mittel bestimmt werden. Anders als Fibrome haben Warzen einen viralen Ursprung. Doch auch virale Warzen sind mit Homöopathie behandelbar. Manche Patienten sind auch von sogenannten Haut Tags (fibroepitheliale Polypen) betroffen, die Stielwarzen manchmal ähneln. Diese Haut Tags sind mit Homöopathie nicht behandelbar.

Weil Warzen ein verbreitetes Problem darstellen, ist auch die Nachfrage nach alternativen Heilmitteln sehr groß. Die homöopathische Behandlung von Stielwarzen erfordern die konsequente Anwendung des Präparats und viel Geduld. Welches Präparat zur Anwendung kommt richtet sich nach der Schwere des Befalls und nach dem Ort des Auftretens. Besonders bei Kindern können oft gute Behandlungserfolge verzeichnet werden. Daneben eigenen sich Globuli auch zur Unterstützung einer herkömmlichen Behandlung.

Sind Stielwarzen gefährlich?

Stielwarzen sind keine echten Warzen, denn diese werden durch eine Infektion mit humanen Papillomaviren übertragen, sondern gehören zur Gruppe der gutartigen Hauttumore (Fibrome). Sie entstehen durch Wucherungen von im Bindegewebe vorkommenden Zellen, den Fibroblasten. Anders als Warzen sind Stielwarzen harmlos und auch nicht ansteckend. Auch wenn die weichen Fibrome medizinisch harmlos sind, werden sie doch von vielen als störend empfunden. Das gilt besonders für die Hautregionen im Gesicht oder im Intimbereich, wo die Stielwarzen oft aus ästhetischen Gründen entfernt werden sollen.

In den meisten Fällen werden Fibrome durch chirurgische Eingriffe oder mit einem Laser entfernt. Es gibt auch die Möglichkeit die Stielwarze mit flüssigem Stickstoff zu vereisen. Nebenwirkungen oder Nachblutungen treten bei allen Methoden nur sehr selten auf.

Homöopathie gegen Stielwarzen – Hilft das wirklich?
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Beitragsbild © Bru-nO / Pixabay
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