Kniegelenksarthrose

0

Unter einer Kniegelenksarthrose oder Gonarthrose, versteht man einen Verschleiß am Kniegelenk. Patienten klagen bei einer Kniegelenksarthrose über Schmerzen beim Treppensteigen und einem Anlaufschmerz, der sich bessert, wenn der Patient einige Schritte gegangen ist. Die Beschwerden treten aufgrund einer Abnutzung des Knorpels am Knie auf.

Die Ursachen einer Kniegelenksarthrose

Eine Arthrose wird stets diagnostiziert, wenn eine Abnutzung des Gelenkknorpels vorliegt. Ein sogenannter Puffer der sich zwischen den Knochen befindet, sorgt für eine geschmeidige Bewegung beim Gehen. Hat sich der Knorpel, beispielsweise altersbedingt, abgenutzt, so kann es zu Schmerzen und Einschränkungen im Bewegungsapparat kommen. Wichtig zu wissen ist es, dass eine sekundäre Arthrose und eine primäre Arthrose gibt. Wenn eine Arthrose im Zuge des natürlichen Altersprozesses auftritt, so wird von einer primären Arthrose gesprochen. Entsteht die Arthrose durch einen Unfall oder eine Überbelastung so ist das eine sekundäre Arthrose. Gerade bei der Kniegelenksarthrose treffen diese beiden Ereignisse oft aufeinander. Eine lebenslange Belastung die durch Gehen, Stehen und Knien entstanden ist. steht das Kniegelenk unter starker Abnutzung. Oft kommt dann noch Übergewicht und Bewegungsarmut dazu. Damit schreitet der Verschleiß schnell voran. Die Gonarthrose kann aber auch angeboren sein oder durch eine erworbene Fehlstellung der Beine entstehen. Der Arzt spricht dann von X-der O-Beinen, die im direkten Zusammenhang mit der Arthrose im Kniegelenk stehen.

Die Symptome einer Kniegelenksarthrose

Als erste Anzeichen einer Gonarthrose sind Schmerzen während Bewegungen oder bei Bewegungspausen, dem sogenannten Anlaufschmerz. Im weiteren Verlauf können sich die Beschwerden verschlimmern. So bestehen anfangs oft nur der Anlaufschmerz, später kommen Schmerzen auch in Ruhephasen dazu. Die Schmerzen werden als dumpf-pochend oder stechend und plötzlich geschildert.

Typische Symptome sind:

Anlaufschmerz nach einer Ruhezeit,
Knackende und knirschende Geräusche
Schwellung und Rötung des Knies
Steifheit und Hinken durch eine Schonhaltung

Die drei Stadien der Kniegelenksarthrose

In einem frühen Stadium empfinden Patienten nur ab und zu Beschwerden, gerade bei Belastung. Hier können Patienten mit Bewegung und ein wenig Sport dagegenhalten. Der Knorpel wird dann widerstandsfähiger.

Stadium 2: Bei diesem Stadium setzt der Anlaufschmerz ein, der aber nach einer weiteren Bewegung nachlässt. Stellt man eine starke Verspannung fest, so kann das darauf deuten, dass die Muskeln und Sehnen bereits verkürzt haben. Dabei wird der Körper die Beweglichkeit einzugrenzen, um damit das Gelenk zu schonen. Hier können Dehnübungen und Stretching helfen.

Stadium 3: Jetzt besteht ein Dauerschmerz, auch in Ruhephasen. Die Bewegung wird zunehmend eingeschränkter, es kann eine Versteifung des Gelenkes erfolgen.

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Arthrose festzustellen. Da steht zuerst das ausführliche Gespräch mit dem Arzt. Der Patient schildert seine Beschwerden und auch eventuelle Vorerkrankungen. Der Arzt wird das Gang- und Standbild testen, um damit eventuelle Schonhaltungen zu erkennen. Mit dem Abtasten des Kniegelenkes (Palpation) wird erforscht ob das Knie geschwollen ist oder ob eine Entzündung vorliegt. Mit einer Ultraschall-Untersuchung kann der Arzt den Kapsel- und Bindeapparat prüfen. Auch ein Kniegelenkserguss kann damit festgestellt werden. Mit einem Röntgenbild können knörcherne Veränderungen dargelegt werden. Außerdem sieht man auf dem Röntgenbild die Größe des Gelenkspaltes. Bei einer fortgeschrittenen Arthrose kommt es oft zu einem Gelenkerguss, was eine schmerzhafte Schwellung ergibt. Mit einer Punktion kann der Erguss entfernt werden.

Muss eine Kniegelenksarthrose operiert werden?

Eine Arthrose ist nicht heilbar und kann auch nicht rückgängig gemacht werden. Es gibt dennoch Möglichkeiten das Voranschreiten zu verzögern und die Schmerzen zu lindern. Die Behandlung einer Kniegelenksarthrose kann mit konservativen Methoden behandelt werden. Diese Art der Behandlung setzt keine operative Behandlung voraus. Vorrangig bei der Kniegelenksarthrose werden die Schmerzen mit entsprechenden Medikamenten behandelt. Dadurch kann eine Schonhaltung verhindert werden und die Beweglichkeit des Gelenkes erhalten. Als Medikamente werden sogenannte NSAR eingesetzt. Das sind Diclofenac, Ibuprofen oder auch ASS. Spritzen die der Orthopäde direkt ins Knie injiziert, können auf längere Sicht ebenfalls Schmerzfreiheit bedeuten. Meistens sind das Injektionen mit Kortison und Hyaluronsäure. Wenn alle konservativen Maßnahmen keinen Erfolg mehr bringen und die Schmerzen nicht mehr behandelt werden können, für der Orthopäde eine Operation vorschlagen. Das bedeutet, dass eine Kniegelenks-Prothese eingesetzt wird. Auch da gibt es verschiedene Modelle. Der Arzt wird vor der Operation das Bein ausmessen und die entsprechende Prothese bestellen. Patienten berichten oft von einer völligen Schmerzfreiheit. Allerdings ist eine Operation nicht ganz ohne Risiko.

Vorbeugung ist alles

Mit einer gesunden Ernährung und moderatem Sport kann der Patient dafür sorgen, dass sein Kniegelenk noch lange Zeit ohne Probleme belastet werden kann.

Beitragsbild © naturwohl-gesundheit / Pixabay
Teile diesen Artikel:

Comments are closed.