Katzen-Impfungen – Alles Wissenswerte auf einen Blick

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Eine Impfung immunisiert gegen schwere Krankheiten. Nicht nur für Menschen sind Impfungen daher wichtig, sondern auch für unsere geliebten Katzen.

Impfungen gegen Katzenschnupfen und Katzenseuchen

Durch Impfungen können Katzen vor schweren Infektionskrankheiten geschützt werden. Generell können sie von einem Tierarzt gegen die folgenden Krankheiten geimpft werden: Katzenschnupfen, Katzenseuche, Tollwut und Leukose.

Unter dem Begriff Katzenschnupfen (Feline Rhinotracheitis) sind mehrere infektiöse Krankheiten zusammengefasst. Es handelt sich dabei um Atemwegserkrankungen, die Symptome wie Fieber, Husten und Schnupfen umfasst und sich bis zu einer Lungenentzündung ausweiten kann. Ein häufiger Auslöser ist das Feline Herpesvirus sowie das Feline Calici-Virus. Diese Erreger können sich auch in gesunden Katzen jahrelang aufhalten. Menschen können sich zwar nicht anstecken, aber sie können unter Umständen Viren von anderen (gesunden) Tieren an ihre Hauskatzen übertragen.

Die Katzenseuche (feline Panleukopenie) wird durch das aggressive Parvovirus ausgelöst, das ebenfalls über Menschen auf Katzen übertragen werden kann, ohne jedoch dem Katzenbesitzer zu schaden. Dies kann beispielsweise über Katzenkot an Straßenschuhen bereits geschehen. Gerade bei jungen Kätzchen verläuft eine Infektion mit der Katzenseuche oft tödlich. Die Katze bekommt hohes Fieber und im Verlauf der Krankheit auch schweren Durchfall.

Grundimmunisierung für Katzenwelpen ab 8 Wochen

Aufgrund des häufig tödlichen Verlaufs und der Ansteckungsgefahr selbst für Wohnungskatzen empfiehlt es sich, jede Samtpfote gegen diese mitunter tödlich verlaufenden Krankheiten impfen zu lassen. Bei Katzenwelpen wird eine sogenannte Grundimmunisierung vorgenommen. Das bedeutet, dass die kleinen Kätzchen die erste Impfung ab der 8. Lebenswoche erhalten, und dann 4 Wochen später eine zweite Impfung. Bei Bedarf erfolgt in der 16. Lebenswoche eine weitere Impfung. Durch diese in kurzer Zeit aufeinander folgenden Spritzungen des Impfstoffs entwickeln die Kätzchen Antikörper und somit eine Immunität gegen die Krankheiten. Später muss die Impfung dann nur noch aufgefrischt werden. Die Auffrischung beider Impfungen, die in der Regel vom Tierarzt als Kombi-Wirkstoff mit einer einzigen Spritze verabreicht werden, sollte dann alle 2-3 Jahre erfolgen.

Zusätzliche Katzen-Impfungen für Freigänger

Stubentiger, die sich auch im Freien austoben dürfen, sind weiteren Risiken und Erregern ausgesetzt und benötigen daher auch höheren Schutz. So besteht für diese Katzen die Gefahr einer Ansteckung mit Tollwut. Diese schwere Krankheit endet nicht nur bei Katzen immer tödlich, sondern kann auch auf den Menschen übertragen werden. Eine Ansteckung mit Tollwut ist anzeigepflichtig.

Überträger ist das Lyssa-Virus, das sich im Speichel infizierter Tiere befindet und daher durch Bisse übertragen werden kann, genauso wie durch das Fressen erkrankter Tiere. Die Krankheit ist so gefährlich, dass Tiere bereits im Verdachtsfall von Tollwut auf Anweisung eines Amtstierarztes getötet werden können. Eine Behandlung von tollwütigen Tieren ist Tierärzten gesetzlich verboten.

Die Tollwut-Impfung ist für Freigänger daher unerlässlich. Wer mit seiner Katze ins Ausland reisen möchten, muss sie gegen Tollwut geimpft haben. Die Impfung muss dabei mindestens 30 Tage und höchstens 1 Jahr vor der Reise erfolgt sein. Außerdem muss das Tier bei der Immunisierung mindestens 3 Monate alt sein, damit die Impfung laut der Tollwutverordnung anerkannt wird.

Leukose ist eine weitere Krankheit, die für Freigänger gefährlich werden kann. Diese wird durch das Feline Leukosevirus von anderen Katzen über Bisse, engen Kontakt oder auch das gemeinsame Nutzen von Näpfen übertragen. Gerade bei freilaufenden Katzen lässt sich häufig nicht nachvollziehen, mit welchen fremden Katzen sie aufeinandertreffen. Die Impfung ist daher eine gute Möglichkeit, die Ansteckung zu vermeiden. Das Gefährliche an der Leukose ist, dass das Virus sich schon in scheinbar gesunden Tieren aufhalten kann, und die Krankheit dann schleichend verläuft und dabei das Immunsystem schwächt. Eine Behandlung ist kaum möglich. Vor der Impfung sollte ein Test durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass noch keine Infektion mit dem Virus vorliegt. Nur dann ist die Impfung überhaupt sinnvoll. Gegen Leukose wird eine Grundimmunisierung ab der 9. Lebenswoche und dann noch einmal 3-4 Wochen später vorgenommen. Eine jährliche Auffrischung ist empfehlenswert.

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Bild © ibjennyjenny / pixabay
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