Agility-Taining für Hunde – Alle Vorteile auf einen Blick

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Agility-Training erfreut sich heute immer größerer Beliebtheit. Hier handelt es sich um eine Methode, mit der Sie die Koordination Ihres Vierbeiners langfristig steigern können. Bevor Sie sich an das Training heranwagen, müssen Sie einige Aspekte berücksichtigen.

Was ist Agility-Taining?

Bei Agility handelt es sich um eine Trainingsart für Vierbeiner. Deren Geburtsstunde schlug in den 1980er-Jahren in England. Damals war die Hundesportart aber noch auf Hundeshows beschränkt. Das hat sich mittlerweile geändert. Das Agility-Taining hat sich bereits auf der ganzen Welt etabliert und wird auch Hundebesitzern ohne Wettkampfambitionen angeboten. Bei dieser Trainingsform muss der Vierbeiner einen Hindernisparcours nach bestimmten Regeln meistern. Dies Herausforderung besteht darin, dass Hundebesitzer und Tier koordiniert miteinander zusammenarbeiten müssen – durch Gesten und Kommandos muss der Mensch seinem besten Freund zeigen, wo und wie er laufen soll. Dabei werden Geschwindigkeit, Koordinationsfähigkeit und Geschicklichkeit des Hundes trainiert.

Ist Agility-Training für jedes Alter geeignet?

Damit Sie mit Ihrem Vierbeiner Agility-Training durchführen können, muss er bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Einerseits sollte er unbedingt die 15. Lebenswoche überschritten haben. So stellen Sie sicher, dass es durch die schnellen Bewegungen keine Missbildungen im Skelett zu Folge haben. Andererseits darf Ihr Vierbeiner auch nicht zu alt sein. Obwohl es keine klar definierte Obergrenze gibt, sollte Ihr Haustier noch fit genug sein, um die Hindernisse gefahrlos zu meistern. Vor der Anmeldung müssen Sie mit Ihrem besten Freund daher unbedingt beim Tierarzt vorstellig werden. Dieser muss physische, aber auch psychische Beeinträchtigungen ausschließen. Auch dürfen sehr große Rassen wie Doggen und Bernhardiner und niedrig gebaute Hunde wie Dackel nicht am Agility-Training teilnehmen.

Die Vorteile von Agility-Training auf einen Blick

Wie bereits erwähnt, ist das Agility-Training mit etlichen Vorteilen verbunden. Kurz gesagt, fördern Sie hiermit nicht nur die körperliche, sondern gleichermaßen die geistige Fitness Ihres Vierbeiners. Diese positiven Effekte können Sie durch die Agility-Übungen erwarten:

Mehr Fitness für Mensch und Tier:

Nicht nur Ihr Vierbeiner, sondern auch Sie selbst werden durch Agility fitter. Denn beim Training sind Sie beide in Bewegung und müssen sich entsprechend koordinieren.

Die Steigerung der Koordinationsfähigkeit:

Um einen Parcours zu meistern, braucht es in erster Linie Geschick und Koordinationsfähigkeit – der Vierbeiner muss also dazu imstande sein, sich auf mehrere Aspekte gleichzeitig zu konzentrieren. Langfristig lernt Ihr Hund also, seine Bewegungen besser zu koordinieren.

Geistige Förderung:

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Vierbeiner auch geistig fördern. Das Agility-Training ist hierfür die beste Wahl. Ihr Hund lernt, sich die verschiedenen Befehle und Handzeichen zu merken. Dies steigert auf natürliche Weise die Erinnerungsfähigkeit des Tiers. Ist Ihr Vierbeiner noch sehr jung, können Sie im so beibringen, auf Ihr Kommando zu folgen. Natürlich können Sie aber auch mit einem ausgewachsenen Hund die Übungen durchführen. Das Agility-Training wird Ihren besten Freund auf jeden Fall geistig fördern.

Stärken der Beziehung zu Ihrem Hund:

Das Training fördert die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Vierbeiner. So lernt das Tier, Befehle von Ihnen anzunehmen und Ihnen zu vertrauen. Auch widmen Sie die Zeit bei den Übungen voll und ganz Ihrem Hund. Dabei lassen die ersten Erfolgserlebnisse in der Regel nicht lange auf sich warten. Dadurch kommt es unweigerlich zu einer Stärkung der Bindung.

Förderung der Sozialkontakte mit anderen Vierbeinern:

Beim Agility-Training kommt Ihr Hund mit seinen Artgenossen in Kontakt. Obwohl die Übungen selbst nur von Ihnen mit Ihrem Vierbeiner durchgeführt werden, nutzen auch andere Personen mit Ihren Haustieren die Hindernisse.

Der stetige Austausch mit anderen Hundehaltern:

Einigen Hundebesitzern fällt es schwer, mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen. Das Agility-Training bietet Ihnen dabei die Möglichkeit mit anderen Hundehaltern in ungezwungener Atmosphäre in Kontakt zu treten. So haben Sie die Möglichkeit, sich mit anderen Menschen über ihre Erfahrungen im Agility-Training und mit Hunden auszutauschen. Schnell finden Sie auf diese Weise neue Freunde.

Agility-Training ist auch Zuhause möglich:

Bei Schlechtwetter müssen Sie nicht auf das Training verzichten. Einige Übungen lassen sich mit entsprechender Vorbereitung in den eigenen vier Wänden durchführen. Als Klassiker erweist sich diesbezüglich „der Tunnel“. Dazu brauchen Sie lediglich einen Sacktunnel oder einige Stühle und eine Decke. Entscheiden Sie sich für die zweite Variante, müssen Sie darauf achten, dass die Sessel ausreichend lange Beine haben – Ihr Hund sollte mühelos hindurch gehen können. Locken Sie Ihren Vierbeiner anschließend durch den Tunnel und erwarten Sie ihn auf der anderen Seite. Einigen Tieren bereitet diese Übung zu Beginn Angst. Loben Sie Ihren besten Freund daher bereits dann, wenn er nur den Kopf oder eine Pfote in den Tunnel steckt.

Führen Sie Übungen bei Spaziergängen durch:

Das Agility-Training lässt sich gleichermaßen beim Spazieren gehen durchführen. So können Sie Ihren Vierbeiner unter anderem über einen dicken Ast balancieren oder ihn über größere Steine springen lassen. Achten Sie dabei immer darauf, dass Sie Ihren Hund nicht überfordern. Sicherheit sollte stets an erster Stelle stehen – fangen Sie daher klein an.

Vermeiden Sie die Überforderung Ihres Vierbeiners

Vor allem zu Beginn ist es wichtig, dass Sie Ihrem Hund nicht zu viel zumuten. Lassen Sie sich diesbezüglich einfach von Ihrem Trainer anleiten. Üben Sie sich am besten in Geduld. Bis Ihr Vierbeiner die ersten Tricks beherrscht, kann einige Zeit ins Land ziehen. Sie dürfen nie aus dem Blick verlieren, dass das Training in erster Linie Spaß machen soll.

Finden Sie eine gute Hundeschule

Bevor Sie sich und Ihren Vierbeiner für das Agility-Training anmelden, müssen Sie eine gute Hundeschule finden. Im Vorfeld sollten Sie der Einrichtung einen Besuch abstatten und sich mit den Fachkräften unterhalten. So finden Sie schnell heraus, ob die Institution Ihren Vorstellungen gerecht wird. Wichtig ist, dass die Lehrer erfahren sind und mit Hunden unterschiedlichen Temperaments zusammenarbeiten können. Etliche Hundeschulen bietet Interessenten Schnupperkurse an. Dabei können Sie die Trainer und deren Methoden unverbindlich kennenlernen. Schon bald erkennen Sie, ob die Einrichtung Ihren Vorstellungen entspricht und ob Sie mit den Fachkräften auf einer Wellenlänge sind.

Fazit

Bei körperlicher und geistiger Eignung Ihres Vierbeiners ist das Agility Training mit etlichen Vorteilen verbunden. Nicht nur steigern Sie so die physische und psychische Fitness Ihres Tiers, sondern Sie stärken auch die Bindung zu Ihrem Hund. Voraussetzung ist, dass Sie eine Hundeschule von guter Qualität finden. Entscheiden Sie sich daher nicht für die erstbeste Einrichtung – sehen Sie sich ruhig mehrere Institutionen an und vergleichen Sie diese. So treffen Sie später eine wohlüberlegte Entscheidung.

 

Quellen:
https://www.fressnapf.at/ratgeber/hund/beitrag/agility-training
http://de.dogcoaches.com/blog/voraussetzungen-fuer-das-agility-training/
http://www.hunde-zone.at/hundesport/agility.html
Beitragsbild © 825545 / Pixabay
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