Vitamin D: 80 bis 90 Prozent aus körpereigener Produktion

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D stärkt die Knochen, gibt den Muskeln Kraft und mobilisiert das Immunsystem und den Stoffwechsel. Eigentlich ist Vitamin D gar kein Vitamin, sondern eine Hormon-Vorstufe, die den Aufbau vieler anderer Hormone steuert. Der Körper kann Vitamin D selbst herstellen: 80 bis 90 Prozent des Bedarfs bildet er mithilfe der UV-Strahlen in der Haut.

Ohne Sonne kein Vitamin D

Bekommt die Haut ausreichend UVB-Strahlung ab, kann es der Körper aus Cholesterol in der Haut selbst synthetisieren – und zwar in großen Mengen: Etwa eine Viertelstunde Sommersonne auf Gesicht, Händen und Unterarmen reicht, um mehrere Tausend Internationale Einheiten (IE) Vitamin D zu produzieren. Angesichts der eher trüben Winter in Deutschland, so Experten, hat der Organismus so gut wie keine Chance, Vitamin D zu bilden. Darum sind die meisten Menschen im Winter mit Vitamin D unterversorgt.

Unterversorgung oder Mangel?

Auch jenseits der Wintermonate könnte die Versorgung mit Vitamin D für jeden Zweiten hierzulande besser sein. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts erreicht gut die Hälfte der Erwachsenen die optimale Konzentration von 20 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) im Blutserum nicht. Dann besteht das Risiko einer Unterversorgung. Ein echter Vitamin D-Mangel liegt vor, wenn der Wert auf 10 ng/ml sinkt. Lassen sich nur noch 5 ng/ml nachweisen, leiden Betroffene an einem schweren Vitamin D-Mangel. Ein Vitamin D-Mangel muss unbedingt medizinisch behandelt werden.

Labortest schafft Klarheit

Wer wissen will, ob Symptome wie Müdigkeit oder Muskelschmerzen auf zu wenig Vitamin D zurückgehen, sollte mit seinem Arzt über einen Bluttest sprechen. Bei entsprechendem Krankheitsverdacht übernehmen die Krankenkassen die Kosten für den Labortest.

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Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Blutdiagnostik per Labortest enthält das IPF-Faltblatt „Blutsenkung und Blutbild“. Kostenloser Download des Faltblatts auf www.vorsorge-online.de.

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