Fruchtbarkeit der Frau: Wie lange muss eine Frau verhüten?

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Sex ist Menschen in jedem Alter wichtig. Eine zuverlässige Verhütung schenkt Paaren unbeschwerte Stunden zu zweit. Doch bis zu welchem Alter ist Empfängnisschutz wichtig?

Möchte eine Frau nicht schwanger werden, muss sie in der gesamten fruchtbaren Phase ihres Lebens verhüten. Daher begleitet sie das Thema von der ersten Regelblutung bis weit ins 5. Lebensjahrzehnt. Erst wenn die Regel bei unter 50-Jährigen zwei Jahre lang, bei älteren ein Jahr lang ausgeblieben ist, ist die fruchtbare Phase beendet.

Fruchtbarkeit der Frau in einer Kurve dargestellt (Grafik © MSD)

Fruchtbarkeitkurve der Frau (Grafik © MSD)

Die wichtigsten Auswahlkriterien bei der Wahl unter den Verhütungsmethoden sind ein zuverlässiger Schutz vor einer unerwünschten Schwangerschaft und eine einfache, praktische und bequeme Anwendung. Klarer Favorit in jeder Altersgruppe ist die Antibabypille: 72 Prozent der unter 30-Jährigen nutzen sie, zwischen 30 und 39 Jahren verwenden 51 Prozent die Pille und im 4. Lebensjahrzehnt sind es 34 Prozent derjenigen, die Verhütungsmittel anwenden.

Bewährtes Wirkprinzip

Die empfängnisverhütende Wirkung der meisten Antibabypillen basiert auf einer Kombination von zwei Sexualhormonen, einem Östrogen und einem Gestagen. In jüngerer Zeit führte die ständige Weiterentwicklung des Klassikers zu einer neuen Form der kombinierten Pille: Die Pille mit körpernahen Hormonen enthält ein Östrogen, das mit dem im Körper der Frau gebildeten Hormon identisch ist.

Kombiniert wurde es mit einem Gestagen, das von einem natürlich vorkommenden weiblichen Hormon (Progesteron) abgeleitet ist. Die Pille mit körpernahen Hormonen könnte für Frauen jeden Alters interessant sein: Im Hinblick auf Zuverlässigkeit und Wirkweise ist sie mit herkömmlichen Pillen vergleichbar. Die Regelblutungen sind bei der Pille mit körpernahen Hormonen vergleichsweise kurz und leicht.

Einige Frauen dürfen die Antibabypille aufgrund bestimmter persönlicher Risikofaktoren für Thrombosen (z. B. Rauchen oder starkes Übergewicht) oder bei bestimmten Erkrankungen (z. B. Migräne mit Aura, Lebererkrankungen oder bestimmte Tumoren) nicht anwenden. Dies prüft der Arzt in einem Beratungsgespräch und informiert über mögliche Nebenwirkungen zum Beispiel Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Empfindlichkeit der Brüste, Hautveränderungen, Veränderungen der Blutgerinnung und das Auftreten von Thrombosen.

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