Rückenschmerzen: Wie kann Homöopathie helfen?

0

Millionen Deutsche haben Probleme mit dem Rücken. Die Beschwerden bei Rückenschmerzen sind vielfältig und reichen von einem leichten Ziehen im Schulter-Nacken-Bereich über schmerzhafte Verspannungen im Bereich der Lendenwirbelsäule bis hin zu einer eingeschränkten Bewegungsfähigkeit, da manche Muskelpartien stark verhärtet sind.

Gründe hierfür sind oftmals eine private oder berufliche Dauerbelastung, die der moderne Alltag mit sich bringt, falsche Haltungen beim Sitzen oder Liegen sowie einseitige körperliche Beanspruchungen. So ist das lange Sitzen im Büro oder zu Hause, bei dem angestrengt in immer der gleichen Position auf den Bildschirm gestarrt wird, ein typischer Auslöser von Rückenschmerzen. Andere führen bei ihrer beruflichen Tätigkeit oder im Haushalt häufig ähnliche Bewegungen aus, die den Rücken einseitig belasten und Schmerzen zur Folge haben.

Homöopathie als Ergänzung zu schulmedizinischen Präparaten

Das muss nicht sein: Richtig angewendet kann hier die Homöopathie eine wirksame, sanfte und schnelle Hilfe sein – für jedes Alter. Die folgenden homöopathischen Einzelmittel können ohne Probleme in Eigenregie eingesetzt werden, auch in Ergänzung zu schulmedizinischen Präparaten.

homöopathische Arzneimittel gegen Rückenbeschwerden (Foto © DHU)

Bewährte homöopathische Arzneimittel bei Rückenbeschwerden

  • Sie haben reißende Schmerzen zwischen den Schultern, Nacken und Rücken fühlen sich steif an, von Vitalität und Dynamik kann keine Rede sein, besonders am Morgen und nach längeren Ruhephasen. Sie fühlen sich abgespannt, sind aber körperlich unruhig und zappelig? Dann sollten Sie zu Rhus toxicodendron D12 (Giftsumach) greifen. Die Beschwerden können die Folge einer Überanstrengung sein. Sie werden in Ruhezeiten und im Sitzen schlimmer, bessern sich durch leichte Bewegung oder Liegen auf harter Unterlage. Wärme und eine Massage wirken wohltuend.
  • Kommen stechende Schmerzen in der Muskulatur hinzu, die sich durch Bewegung, Berührung und Wetterwechsel verschlechtern, sollten Sie zu Bryonia D6 (Zaunrübe) greifen. Ruhe bessert Ihre Beschwerden ebenfalls.
  • Ihnen machen Rückenschmerzen und Lendenschmerzen zu schaffen: Beim Aufstehen geben die Beine nach, Ihre Sehnen schmerzen, Sie haben Oberschenkelschmerzen beim Strecken der Beine und der Schmerz scheint tief in den Knochen zu sitzen. Je nach Bewegung knacken die Gelenke. Die Beschwerden werden schlimmer bei Überanstrengung, kalter Luft, Wind und Feuchtigkeit sowie im Liegen und Sitzen. Wärme, Bewegung und Druck bringen Erleichterung. Ruta D6 (Weinraute, Gartenraute) ist hier das richtige Mittel.
    Tipp für alle Tennis- und Golfspieler: Ruta D6 lindert die Beschwerden des Tennis- bzw. Golferarms (Sehnenentzündung).
  • Stress, Fehlhaltungen am Arbeitsplatz und nervliche Anspannung sind der häufigste Grund für Verspannungen im gesamten Rücken-Bereich. Viele Berufstätige sind davon betroffen und klagen über Taubheitsgefühle, einen steifen Rücken, der sich teilweise wie gebrochen anfühlt. Zum Umdrehen im Bett müssen Sie sich aufsetzen. Nux vomica D6 (Brechnuss) ist hier das Mittel der Wahl, das auch als typisches Managermittel gilt.
Bewerten Sie diesen Beitrag!
[Total: 0 Average: 0]
Was ist Homöopathie?
Was ist Homöopathie? Die Homöopathie geht auf Dr. Samuel Hahnemann (1755-1843) zurück. Er bereicherte die Medizin um diese sanfte und effektive Möglichkeit der Behandlung. Ihr Verständnis ist, dass sich ein gesunder Mensch in biologischer Balance befindet, der erkrankte Körper dagegen im Ungleichgewicht. Die Homöopathie mobilisiert die körpereigenen Selbstheilungskräfte. So erhält der Organismus die Möglichkeit, das innere Gleichgewicht aus eigener Kraft wieder herzustellen. Hahnemann sah in der Ähnlichkeitsregel eine der Grundlagen seiner homöopathischen Therapie. Gemäß dieser Regel wird ein Stoff, der beim Gesunden bestimmte Symptome auslöst, beim Kranken homöopathisch aufbereitet bei eben diesen Symptomen eingesetzt. So dosieren Sie richtig Erwachsene nehmen bei akuten Beschwerden halbstündlich bis stündlich 5 Globuli (Streukügelchen) oder 1 Tablette bis zum Eintritt der Besserung, jedoch höchstens 6-mal täglich; danach 3-mal täglich 5 Globuli bzw. 1 Tablette.
Fotos © DHU
Teile diesen Artikel:

Comments are closed.