Kopfweh ade! Mit Magnesium und praktischen Maßnahmen

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Mal ist es ein einseitig stechender Schmerz, mal ein dumpfes Dröhnen oder das Gefühl, als sei der Schädel in einen Schraubkopf gezwängt – Kopfschmerzen treten in den unterschiedlichsten Formen auf. Wer davon geplagt wird, hat meist nur einen Wunsch: dass es aufhört.

 „Gewitter im Kopf“

Man unterscheidet hauptsächlich zwischen Migräne- und Spannungskopfschmerzen: Dr. med. Barbara Voll-Peters, Ärztin und Autorin, erklärt: „Migräne ist ein eigenständiges, chronisches Krankheitsbild. Während Spannungskopfschmerzen eher dumpf und drückend sind, fühlen sich Migräneschmerzen pochend und pulsierend an, wie ein, Gewitter im Kopf‘. Sie treten bei mehr als zwei Drittel der Betroffenen nur auf einer Kopfseite auf. Hinzu kommen häufig Übelkeit und Erbrechen, teilweise Sehstörungen.“

Mineralstoffgehalt im Blut vermindert

Viele Kopfschmerz- und Migränepatienten haben deutlich zu wenig Magnesium im Blut. Dies führt zur Übererregbarkeit von Muskel- und Nervenfasern. Mögliche Folgen sind Verspannungen im Schulter-Nackenbereich, die Kopfschmerzen auslösen können. Außerdem verengen sich Gefäße im Gehirn, was zu Migräne führen kann. Daher empfiehlt die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft zur Migräneprophylaxe 2x 300mg Magnesium pro Tag. Studien zeigen, dass eine dreimonatige Einnahme sowohl die Zahl der Attacken als auch die Schmerzintensität verringern kann. Bewährt hat sich hierfür Magnesiumcitrat, das natürlich im Körper vorkommt und gut verträglich ist. Es ist z. B. im Trinkgranulat Magnesium-Diasporal 300 mg aus der Apotheke enthalten. Unter www.diasporal.de gibt es weitere Magnesiumprodukte.

Kann man Magnesiummangel auch durch Ernährung entgegenwirken?

Ja und nein“, sagt Dr. Voll-Peters. „Theoretisch ist eine ausreichende Magnesiumversorgung möglich, wenn man reichlich Hülsenfrüchte, Blattgemüse, Getreideprodukte sowie magnesiumreiches Mineralwasser zu sich nimmt. Praktisch schaffen es aber ein Viertel der Gesamtbevölkerung und sogar jede zweite junge Frau nicht, genügend Magnesium mit der Nahrung aufzunehmen.“

Praktische Tipps bei Kopfschmerzen:

  • Spannungskopfweh bessert sich meist durch Bewegung und frische Luft.
  • Bei Migräne fühlen sich Betroffene im abgedunkelten, ruhigen Zimmer am wohlsten.
  • Ein Brummschädel kommt oft von Verspannungen – Dehnübungen oder ein Wärmekissen tun dann gut.
  • Flüssigkeitsmangel verursacht Kopfweh. Trinken Sie zwei Liter pro Tag.
  • Stress stresst den Kopf – Yoga oder Autogenes Training und Co. schaffen Ausgleich.
  • Regelmäßig essen. Abfallende Zuckerspiegel können Kopfweh auslösen.
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Beitragsbild © PantherMedia / Paul Henning
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