Kennen Sie Ihr persönliches Diabetes-Risiko?

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Nein? Da sind Sie nicht die/der Einzige! Faste jeder Zweite, der an den Ständen der Diabetes-Aktion „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ am Risikocheck teilnahm, wusste nicht, dass sein Risiko in den nächsten zehn Jahren an Diabetes zu erkranken, erhöht ist.

Seit fast 15 Jahren setzt sich die von Sanofi initiierte Aktion „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ mit mehr als 20 Partnern dafür ein, das Bewusstsein für Diabetes zu schärfen. Mitte August fanden bereits die 55. Aktionstage statt ­ – diesmal im Europa-Center in Saarbrücken.

Der Andrang war groß an den verschiedenen Mess-Stationen, wo die Besucher ihr persönliches Diabetes-Risiko testen lassen konnten. Blutzucker, Taillenumfang und Blutdruck wurden gemessen, andere Risikofaktoren mithilfe eines Fragebogens abgeklärt. Bei bekanntem Diabetes wurden zusätzlich der Langzeitblutzuckerwert HbA1c und die Cholesterinwerte bestimmt.

Die Auswertung der Risikocheckbögen der letzten Jahre zeigt, dass mehr als 40 % der Teilnehmer mit Typ-2-Diabetes einen HbA1c-Wert über 7 Prozent hatten. Bei Menschen mit Diabetes ist die „7“ ein leicht zu merkender Richtwert für eine gute Einstellung des Blutzuckers und daher Namensgeber der Diabetes-Aktion. Der Diabetologe Dr. Stephan Kress betonte: „Eine gute Einstellung des Diabetes ist mit einem geringeren Risiko für Folgeerkrankungen verbunden. Den individuellen Blutzuckerzielwert für einen Patienten legt die Ärztin/der Arzt für jeden Patienten einzeln fest.“

Warum der Cholesterinwert bei Diabetes so wichtig ist

Unter den Menschen mit Diabetes, die an den Aktionsständen das Cholesterin bestimmen ließen, erreichten drei Viertel ihren individuellen Zielwert nicht. „Ein hoher Cholesterinwert macht keine Beschwerden, man muss ihn messen um zu wissen, wo man steht!“ betonte Dr. Kress und ergänzte: „Erhöhte Cholesterinwerte müssen im Zusammenhang mit anderen Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen – beispielsweise Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht, Taillenumfang, Bewegungsmangel sowie eine ungesunde Ernährung – gesehen werden. Der individuelle Cholesterin-Grenzwert hängt vom Gesamtrisiko eines Menschen ab.“

Eine Diabeteserkrankung erhöht das Risiko für ein Herz-Kreislauf-Ereignis wie z.B. einen Schlaganfall in vergleichbarem Ausmaß wie ein bereits eingetretener Herzinfarkt. Deshalb gelten für Menschen mit Diabetes deutlich niedrigere Cholesterin-Grenzwerte als für Stoffwechselgesunde. Überschreitet das Cholesterin den individuellen Grenzwert des Patienten, wird der Arzt mit dem Patienten diskutieren, ob eine Behandlung eingeleitet werden soll.

Livezeichnen: Ein Blick und viele Fragen sind beantwortet

Mit dabei in Saarbrücken war Livezeichner Peter Ederer. Er hat das einstündige Expertengespräch am Stand von „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ mitgezeichnet und komplexe Inhalte mit einfachen Symbolen und Schlagworten klar verständlich dargestellt. „Livezeichner hören genau zu und übersetzen zeitgleich Inhalte aus Reden und Diskussionen in Worte und Bilder,“ erklärt Ederer die Entstehung seiner Bilder.

Live-Zeichnung von Peter Ederer

Live-Zeichnung von Peter Ederer

Besondere Herausforderungen bei Typ-1-Diabetes

Der Diabetologe Dr. Karsten Milek weiß: „Während Menschen mit Typ-2-Diabetes meist direkt nach der Diagnose noch keine Behandlung mit Insulin benötigen, ist für Menschen mit Typ-1-Diabetes die Insulingabe von Anfang an überlebenswichtig, da ihr Körper kein eigenes Insulin mehr produziert.“ Damit die Blutzuckereinstellung klappt, organisiert Dr. Milek seit über 25 Jahren jeden Sommer einen KiDS-Kurs für Kinder mit Diabetes. „Solch eine Plattform, bei der sich Betroffene austauschen können, sollte es aber nicht nur für Kinder geben. Typ-1-Diabetes im Alter wird ein immer größeres Thema. Hier sollte zukünftig mehr Austausch stattfinden“, so Dr. Milek.

Volkskrankheit Diabetes

  • In Deutschland sind derzeit mehr als 7 Millionen Menschen von Diabetes betroffen.
  • Weltweit wird im Jahr 2014 jeder zehnte Mensch an Diabetes erkrankt sein.
  • 95 % der Betroffenen haben Typ-2-Diabetes, 5 % leiden an Typ-1-Diabetes.

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Beitragsbild und Live-Zeichnung © Sanofi
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