Herzschwäche: häufig unerkannt, unterschätzt und tödlich

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Schon wenige Treppenstufen rauben den Atem; ohne ersichtlichen Grund herrscht Dauererschöpfung; die Beine sind schwer und geschwollen und die Schuhe, die gestern noch passten, drücken heute. Wer diese Anzeichen an sich beobachtet, sollte schnell und offen den Rat seines Arztes suchen. Schnell werden Luftnot, Müdigkeit und dicke Beine als harmlose „Alterserscheinungen“ abgetan. Doch tatsächlich sind sie die drei häufigsten Vorboten einer schweren Erkrankung des Herzens: der Herzinsuffizienz. Im Volksmund wird sie auch Herzschwäche genannt.

Was ist Herzschwäche?

Das Herz ist ein großer Muskel, der dafür zuständig ist, den gesamten Körper mit frischem Sauerstoff zu versorgen. Ein gesundes Herz schlägt am Tag ca. 100.000 Mal und befördert dabei bis zu 10.000 Liter Blut.

Herzschwäche greift den Herzmuskel an. Funktion und Form werden krankhaft verändert. Das führt zu einem fortschreitenden Funktionsverlust des Herzens. Der ganze Körper gerät dadurch immer mehr in Not. Denn er wartet vergeblich auf die ausreichende Menge an frischem Sauerstoff, den das Herz, als zentrales Organ, durch die Schädigung nicht mehr sicherstellen kann. Während sich dies im Alltag zunächst nur durch Müdigkeit und Erschöpfung äußert, kämpft der Körper im Hintergrund mit dem zunehmenden Sauerstoffentzug. Ihm geht sprichwörtlich die Luft aus.

Zudem kann das angegriffene Herz verbrauchtes Blut nicht mehr ausreichend abtransportieren. Dieses staut sich und erhöht den Druck in den Gefäßen. Gefäßflüssigkeit wird in umliegendes Gewebe gepresst, z. B. in die Beine aber auch in die Lunge – das Atmen fällt schwerer und die Beine schwellen an.

Was verursacht Herzschwäche?

Herzschwäche hat viele Ursachen. Einer der wichtigsten Risikofaktoren ist ein dauerhaft zu hoher Blutdruck, der das Herz „ausleiert“. Zudem können andere chronische Erkrankungen wie Diabetes aber auch eine verschleppte Erkältung dem Herzen schaden. Daher sind regelmäßige Kontrollen und Wachsamkeit gefragt, um die leisen Anzeichen für Herzschwäche rechtzeitig zu erkennen.

Wer kann Herzschwäche bekommen?

Herzschwäche kann grundsätzlich jeden treffen. Die Mehrheit der rund 2 Millionen Herzschwäche-Patienten in Deutschland ist jedoch älter als 45 Jahre.

Der Arzt kann helfen.

Herzschwäche ist eine Krankheit, die das Leben stark beeinträchtigt und unbehandelt lebensbedrohlich sein kann. Wird die Erkrankung rechtzeitig bemerkt und behandelt, kann man dem Fortschreiten der Krankheit konsequent entgegenwirken und das Herz vor Schäden an seiner Funktion und Form schützen.

Nehmen Sie Ihr Herz in Schutz!

Haben Sie in letzter Zeit bei sich, den Eltern oder Großeltern Luftnot, häufige und schnelle Erschöpfung oder geschwollene Beine und Füße bemerkt? Dann sollten Sie bzw. Ihre Liebsten möglichst schnell und offen mit einem Arzt sprechen.

Herzschwäche: häufig unerkannt, unterschätzt und tödlich
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Beitragsbild © rocketclips / Fotolia
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