Grippe-Impfung 2018: Breiterer Schutz für Kassenpatienten

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Hohes Fieber, starker Husten, Muskel- und/oder Kopfschmerzen als typische Symptome: Die Grippesaison steht vor der Tür. An der echten Virusgrippe (Influenza) könnten in diesem Jahr wieder sehr viele Menschen in Deutschland erkranken. Gefürchtet sind Komplikationen wie Lungenentzündung oder Herzmuskelentzündung, die schwerwiegend verlaufen können. Als wirksamste Prävention gegen Influenza gilt die Grippe-Impfung. Auch Kassenpatienten können sich nun besser schützen: Seit diesem Jahr übernehmen die Krankenkassen die Kosten für den Piks mit dem breiteren Vierfach-Impfstoff für alle gefährdeten Personen.

Der beste Schutz gegen die Virusgrippe ist eine Impfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung Personen, die durch eine Grippe-Erkrankung besonders gefährdet sind: Menschen über 60 Jahre, Schwangere sowie Personen jeden Alters (auch Kinder) mit Grunderkrankungen, wie z.B. chronischen Lungenerkrankungen (Asthma, COPD), Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Immundefekten, sollten sich impfen lassen.

Vier schützen breiter als drei

Entsprechend den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden in jeder Grippesaison die Impfstoffe neu zusammengesetzt. Seit einigen Jahren sind vier unterschiedliche Grippe-Virusstämme im Umlauf: zwei A- und zwei B-Stämme. Vierfach-Impfstoffe (sog. tetravalente Impfstoffe) richten sich gegen alle vier Stämme. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat Anfang des Jahres ihre Influenza-Impfempfehlungen konkretisiert und empfiehlt tetravalente Grippe-Impfstoffe anstelle der bisher verwendeten trivalenten Impfstoffe.[1] Tetravalente Impfstoffe enthalten die Antigene beider gemeinsam zirkulierender B-Linien, so dass eine breitere Abdeckung aller kursierenden Grippeviren möglich ist. In der vergangenen Grippe-Saison 2017/2018 war in Deutschland eine B-Linien-Diskrepanz aufgetreten; das heißt, dass ein Großteil der virologisch untersuchten Influenza-B-Proben derjenigen Linie angehörte, die nicht durch Dreifach-Impfstoffe abgedeckt wurde.2

Die Krankenkassen sind nun verpflichtet, tetravalente Grippe-Impfstoffe für alle laut STIKO-Empfehlung zu impfenden Personen zu erstatten. Dieser Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschuss ist im Bundesanzeiger veröffentlicht worden und am 29. Juni 2018 in Kraft getreten.3

Was die echte Grippe von einer Erkältung unterscheidet

Erkältung vs. Grippe

Erkältung vs. Grippe

Der Unterschied zwischen der echten Grippe (Influenza) und einer Erkältung (grippaler Infekt) zeigt sich in Verlauf und Schwere der Erkrankung. Bei der Virusgrippe fühlen Infizierte sich schlagartig krank, klagen über hohes Fieber bis zu 40°C, starke Kopf- und Gliederschmerzen. Typisch für Grippe-Erkrankungen können auch ein trockener Husten, ein Brennen im Rachen und Schmerzen hinter dem Brustbein sein.4, 5 Eine Erkältung hingegen beginnt meist eher schleichend, der Erkrankte fühlt sich unwohl, der Hals beginnt zu kratzen, gefolgt von Heiserkeit und Schnupfen. Während sich bei einer Erkältung im Regelfall innerhalb weniger Tage eine deutliche Besserung einstellt, kann eine Grippe langwieriger verlaufen. In einigen Fällen dauert die Genesungsphase mehrere Wochen. Vor allem vorhandene Risikofaktoren können zu einer schwereren und längeren Erkrankung beitragen.5

Influenza-Komplikationen sind möglich

Die echte Grippe kann zahlreiche Komplikationen nach sich ziehen – und ist daher insbesondere für Patienten mit Atemwegs-Erkrankungen, chronischen Herz-, Nieren-, Leber- und Stoffwechsel-Krankheiten und älteren Menschen über 60 Jahren gefährlich.1 Im Zuge einer Influenza können Lungenentzündungen, Mittelohrenentzündungen sowie eine Bronchitis auftreten.1 Darüber hinaus kann eine bedrohliche Herzmuskelentzündung die Folge einer Grippe sein. Durch die Schwächung der Abwehrkräfte aufgrund der Grippe-Infektion kann es zusätzlich zu folgenschweren bakteriellen Infektionen (Superinfektionen) kommen.2 Eine Grippe-Erkrankung kann tödlich verlaufen.

Rechtzeitig daran denken!

Um für die kalte Jahreszeit optimal geschützt zu sein, sollte bereits in der infektarmen Spätsommerzeit mit der Impfung begonnen werden. Es dauert etwa zwei Wochen, bis ein Impfschutz aufgebaut ist.1 Mit Influsplit Tetra können auch Säuglinge und Kleinkinder ab einem Alter von 6 Monaten geimpft werden. Kinder spielen eine entscheidende Rolle bei der Übertragung und Verbreitung der Influenza.

Der tetravalente Grippe-Impfstoff, z.B. von GSK (Influsplit Tetra 2018/2019), steht jetzt für die kommende saisonale Grippe-Impfung zur Verfügung.6

1 Robert Koch-Institut; Epidemiologisches Bulletin 2/2018 vom 11.1.2018;

2 Robert Koch-Institut; Wochenberichte der AGI 32/18, Datenstand 10.08.2018;

3  https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/3281/

4 https://www.impfen.de/reiseimpfung/reiseindikationen/virusgrippe-influenza/

5 http://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Influenza/FAQ_Liste.html#FAQId2436726

6 Fachinformation Influsplit Tetra 2018/2019; Stand April 2018, GSK

Grippe-Impfung 2018: Breiterer Schutz für Kassenpatienten
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Weitere Informationen

Weitere Informationen zu Grippe sowie den Impfempfehlungen für Kinder, Erwachsene und Reisende können unter www.impfen.de eingesehen werden. Sehenswert sind auch die Filme auf www.youtube.de: „Grippe –  warum jährlich impfen?“ und „Grippe-Mythen“.

Beitragsbild © goodluz / Fotolia
Grafik Erkältung vs. Grippe © GSK
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