Fußpilz: erkennen und effektiv behandeln!

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FußpilzBei Fußpilz handelt es sich um eine der häufigsten Pilzerkrankungen und auch eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt. Die Erkrankung gehört zur Gruppe der Hautpilze, die sämtliche Pilzinfektionen von Haut und Nägeln umfasst und bezeichnet den Pilzbefall der Fußhaut. Betroffen sind in den meisten Fällen – rund 80 Prozent – die Hautpartien zwischen den Zehen, die so genannten Zehenzwischenräume. Die Pilzerreger können sich aber auch auf dem Fußrücken oder auf der Fußsohle ausbreiten. Verantwortlich für die Infektion sind hauptsächlich fadenförmige Pilze, die so genannten Dermatophyten. Fußpilz-Infektionen sind gut behandelbar. Die Therapie erfolgt mit Antipilzmitteln (medizinischer Ausdruck: Antimykotika), die als Creme, Spray, Salbe oder Puder frei verkäuflich in Apotheken erhältlich sind und auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Sie hemmen die weitere Vermehrung der Erreger und töten sie ab.

Was ist Fußpilz?

Wenn die Haut im Fußbereich von krankheitsauslösenden Pilzerregern befallen wird, spricht man von einer Fußpilz-Infektion. Der medizinische Fachausdruck lautet Tinea pedis, manchmal ist auch von einer Dermatophytose die Rede. Diese Bezeichnung rührt daher, dass in den allermeisten Fällen Erreger aus der Familie der Dermatophyten für die Erkrankung verantwortlich sind. Weitere mögliche Erreger sind Hefepilze oder Schimmelpilze, allerdings sind diese in der medizinischen Praxis weitaus seltener anzutreffen. Es handelt sich um eine oberflächliche Infektion der Haut, wobei je nach Art des Befalls zwischen drei Formen unterschieden wird: Am häufigsten ist die Haut zwischen den Zehen befallen, weil die Pilze dort häufig den idealen Nährboden – ein feuchtes Klima – vorfinden. Meist beginnt die Infektion zwischen dem vierten und dem fünften Zeh und breitet sich dann aus, wenn sie nicht behandelt wird. Die zweite Form des Befalls betrifft die Fußsohle. Bei dieser Form erleben die Betroffenen, dass die Fußhaut zunächst trocken wird und sich schuppt. Die Infektion breitet sich langsam aus und greift später auf Fußkanten und Fußrücken über. Bei der dritten Form des Fußpilzes lassen sich im Fußgewölbe und an den Fußkanten kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen beobachten. Sie trocknen ein, wodurch im Bereich des Fußes ein unangenehmes Spannungsgefühl entsteht.

Welche Symptome gehen mit einer Fußpilz-Infektion einher?

Am Anfang verläuft die Infektion mit Fußpilz in aller Regel unauffällig. In den betroffenen Regionen quillt die Haut auf und erscheint weißlich verfärbt. Wenn die Erkrankung voranschreitet, kommen weitere Symptome hinzu. Dazu gehören ein deutlich sichtbare Hautrötung, Nässe sowie Schuppen- und Blasenbildung. Die Betroffenen klagen in aller Regel über einen lästigen Juckreiz oder über ein brennendes Gefühl. Manchmal geht von der Fußpilzinfektion auch ein unangenehmer Geruch aus.

Wer kann an Fußpilz erkranken?

Grundsätzlich läuft jeder Mensch das Risiko, an einer Fußpilz-Infektion zu erkranken. Pilzsporen sind allgegenwärtig. Allerdings benötigen sie gewisse Grundbedingungen, um sich explosionsartig zu vermehren und die typischen Beschwerden auszulösen. Ideale Lebensbedingungen finden die Erreger in einer feuchten Umgebung. Wer also über längere Zeiträume wenig luftdurchlässiges Schuhwerk trägt, schafft in der Umgebung seiner Füße ein Mikroklima, das einen guten Nährboden für das Wachstum von Pilzen bietet. Die englische Bezeichnung für Fußpilz lautet „athlete’s foot“, und sie weist darauf hin, dass insbesondere Sportler besonders gefährdet sind. In den Sportschuhen bildet sich durch den Schweiß ein Klima, in dem die Sporen der Erreger gedeihen. Hinzu kommt noch die hygienische Situation in den Umkleidekabinen und Duschen, die sich ebenfalls begünstigend für eine Infektion auswirken. Die Gruppe der sportlich aktiven Menschen ist somit besonders gefährdet, doch sie ist beileibe nicht die einzige Risikogruppe. Anfällig für Fußpilz-Infektionen sind beispielsweise auch Diabetiker, Menschen, die an Durchblutungsstörungen leiden, sowie Menschen mit Fehlstellungen der Füße. Wer ein geschwächtes Immunsystem hat, muss ebenfalls damit rechnen, sich leichter eine Fußpilz-Infektion zuzuziehen. Wenn man zu einer dieser Risikogruppen gehört, sollte man besonderes Augenmerk auf seine Fußpflege legen.

Wie wird ein Fußpilz diagnostiziert?

Die Infektion mit einem Fußpilz lässt sich in der Regel schon mit dem bloßen Auge erkennen, weil die betroffenen Hautregionen charakteristische Veränderungen aufweisen. Der Arzt und/oder auch der Patient selbst sehen Rötungen, Schuppungen oder Hautbläschen. Wenn zur Behandlung der Erkrankung ein Arzt aufgesucht wird, fragt dieser zur weiteren Klärung noch, ob Symptome wie Juckreiz oder ein brennendes Gefühl der Haut oder Schmerzen bestehen, zudem wird er versuchen zu klären, ob möglicherweise begünstigende Faktoren für die Erkrankung vorliegen (beispielsweise eine Diabetes-Erkrankung). Eventuell muss für eine genaue Diagnose eine Pilzkultur angelegt werden, damit der Erreger im Labor bestimmt und die Behandlung darauf ausgerichtet werden kann.

Wie lässt sich Fußpilz behandeln?

Zwar klagen viele von Fußpilz betroffene Menschen nur über gering ausgeprägte Beschwerden, doch dies sollte nicht dazu verleiten, auf eine Behandlung zu verzichten. Fußpilz heilt nicht von alleine ab. Lässt man die Infektion über eine längere Zeit unbehandelt, breitet sich die Erkrankung auf weitere Hautregionen aus und kann unter Umständen sogar auf die Nägel überspringen, deren Behandlung schwieriger ist. Außerdem laufen Infizierte Gefahr, andere Menschen anzustecken. Zur Behandlung von Fußpilz werden Antipilzmittel eingesetzt, die über Wirkstoffe verfügen, die ein breites Spektrum von Erregern zuverlässig bekämpfen. Beispielsweise setzen die Medikamente Canesten Extra Creme und Canesten Extra Spray auf den bewährten Wirkstoff Bifonazol. Ein anderer Wirkstoff, der sich ebenfalls in der Praxis bewährt hat, ist Clotrimazol; er ist in Canesten Creme und Canesten Spray enthalten. Die Cremes, Salben oder Sprays werden auf die betroffenen Hautregionen aufgetragen. Sie hemmen die Vermehrung der Erreger und müssen ca. drei bis vier Wochen angewendet werden, bis die Haut sich vollständig regeneriert hat und alle pilzbefallenen Zellen abgestoßen hat.

Eine Besserung der lästigen und unangenehmen Beschwerden tritt in aller Regel schon unmittelbar nach dem Beginn der Behandlung ein. Die Antipilzmittel zur äußerlichen Anwendung sind frei verkäuflich, das heißt Betroffene können sie auch ohne ärztliches Rezept in der Apotheke erwerben und die Behandlung in eigener Regie durchführen. Gleichwohl sollten Patienten, die sich über Art und Umfang ihrer Erkrankung nicht sicher sind, einen Arzt aufsuchen, bevor sie eine Behandlung einleiten. Wenn der Fußpilz trotz Therapie mit äußerlich angewendeten Medikamenten nicht zurückgeht, ist ein Arztbesuch ebenfalls unerlässlich. Möglicherweise muss dann eine systemische Behandlung erfolgen, bei der ein Antipilzmittel in Tablettenform einzunehmen ist.

Wie kann man Fußpilz vorbeugen?

Die wichtigste Regel zur Vorsorge ist eine Körperpflege, die für eine saubere und trockene Haut sorgt. Nach der Körperwäsche mit Seife und warmem Wasser sollte ein gründliches Abtrocknen erfolgen. Eventuell können die Zehenzwischenräume nach dem Duschen oder Baden auch kurz trocken geföhnt werden. In öffentlichen Einrichtungen (Duschen, Umkleiden, Schwimmbädern) sollten immer Badeschuhe getragen werden. Wer barfuß läuft, setzt sich einem erhöhten Risiko einer Fußpilz-Infektion aus. Wenn die Füße nass sind, sollte auf ein gründliches Abtrocknen größter Wert gelegt werden. Das Schuhwerk sollte nach Möglichkeit atmungsaktiv sein und gegebenenfalls täglich mit antimykotischem Spray behandelt werden. Sandalen sind besonders gut geeignet, um Fußpilz vorzubeugen, weil sie viel frische Luft an die Füße lassen.

Was müssen Fußpilz-Infizierte beachten, um die Ansteckung anderer Menschen zu vermeiden?

Bei Fußpilz sollten die Betroffenen einige Vorsichtsmaßregeln beachten, um nicht Personen in ihrem Umfeld mit den Erregern zu infizieren. Nach dem Auftragen der Antipilzmittel ist es unerlässlich, sich gründlich die Hände zu waschen. Auch sollten Betroffene dafür Sorge tragen, dass Handtücher sowie andere persönliche Gegenstände nicht mit anderen Personen geteilt werden. Für die Pflege der von einer Pilzinfektion betroffenen Hautregion sollte ohnehin stets ein gesondertes Handtuch verwendet werden. Die Waschtemperatur für Wäsche, Socken, Handtücher und Bettwäsche sollte wenn möglich 60 °C betragen, damit die in den Textilfasern enthaltenen Sporen zuverlässig abgetötet werden. Es ist auch möglich, die Wäsche mit einem so genannten Desinfektionswaschmittel zu behandeln, wenn die Textilien nicht bei 60 °C gewaschen werden können.

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