100 Jahre jung! 100 Jahre Zukunft!

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In diesem Jahr feiert die Anthroposophische Medizin ihren 100 Geburtstag. Von Rudolf Steiner 1920 gegründet, versteht sie sich als Ergänzung zu klassischen Methoden der Schulmedizin. In Deutschland hat die anthroposophische Medizin als Außenseitermethode seit 1978 den rechtlichen Status einer sog. „besonderen Therapierichtung“ und ist damit gesetzlich anerkannt.

Der Mensch im Mittelpunkt

Seit Anfang an stellt die Anthroposophische Medizin den Menschen in den Mittelpunkt der Therapien und schnürt ein Konzept aus Schul- und Komplementärmedizin. Es geht nicht allein um eine Krankheit, sondern um den Patienten als Ganzheit mit seinen ureigenen Emotionen, Gedanken, Erfahrungen und Gefühlen. Damit er sie mitteilen und beschreiben kann, muss er gehört, gesehen und gefühlt werden, er benötigt Zeit und Vertrauen zur Verarbeitung seiner Erkrankung.
Das Vertrauen in die anthroposophisch tätigen Ärzte, die den Patienten oder die Patientin nach einer klassischen Krebsbehandlung mit Operation und Chemotherapie weiterbehandeln, hilft ihnen auf der Suche nach einem eigenen Umgang mit ihrer Erkrankung. Der Patient wird ermutigt, in sich hineinzuhorchen, sich selbst Zeit zu geben, Raum für sich in Anspruch zu nehmen.

Bewährt, aber zu wenig bekannt

Zu den bewährten Therapiemethoden gehört z. B. neben Musiktherapie und Rhythmischer Massage auch die Misteltherapie. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil der anthroposophischen Medizin und wird vor allem im Bereich der ganzheitlichen Krebsbehandlung eingesetzt. Sie bildet eine Ergänzung, aber keinen Ersatz zu den klassischen, schulmedizinischen Therapien und kann deren Nebenwirkungen und auch Symptome der Krebserkrankung reduzieren, ohne die Wirksamkeit zu beeinträchtigen.

Die Therapieart ist wissenschaftlich sehr gut erforscht. Ihr Einsatz ist immer eine individuelle Entscheidung in Abhängigkeit der vorhandenen Krebserkrankung incl. Stadium, dem Wunsch der Patientin und den vorhandenen Nebenwirkungen. So berichten vor allem Patientinnen mit Brustkrebs, durch die Misteltherapie besser zu schlafen und wieder durchwärmter zu sein.

Prinzipiell gehört eine Misteltherapie-Einstellung in die Hände eines erfahrenen Arztes und sollte in enger Begleitung der Patientin erfolgen.


Suchen Sie einen anthroposophisch tätigen Arzt? Unter www.gaed.de/arztsuche stehen Ihnen Adressen zur Verfügung.
Weitere Informationen zur 100 Jahrfeier am 21.03.2020 in Stuttgart finden Sie unter: www.100jahrezukunft.de/moment-mal/zum-auftakt-publikumskongress-anthro-medizin


 

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Foto: Mistelbild 2, 100JahreZukunft_AnthroMedizin_Logo_gelb_Zeichenfläche 1 © Iscador

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