Alter schützt vor Keuchhusten nicht!

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Husten, das ist doch nicht schlimm in dieser Jahreszeit, denken viele, und kaum jemand kommt bei der feucht-kühlen Witterung ganz daran vorbei. Doch man sollte genau hinhören, denn Husten ist nicht gleich Husten! Und das gilt auch und besonders für Ältere…

Der Keuchhusten (Pertussis) ist entgegen der allgemeinen Wahrnehmung keine Kinderkrankheit. Ganz im Gegenteil: Die Grundimmunisierung im Kindesalter erfolgt nahezu lückenlos. Doch weil dieser „Basis-Schutz“ nicht lebenslang hält und aufgefrischt werden muss, haben gerade junge und ältere Erwachsene Lücken in ihrem Impfschutz.

Neben dem persönlichen Risiko einer Keuchhusten-Infektion sind ungeimpfte Erwachsene die häufigste Infektionsquelle für Neugeborene. Der enge Kontakt zum neuen Familienmitglied bedingt die Übertragung der Krankheitserreger. Besonders Frauen mit Kinderwunsch sollten für ihren eigenen Schutz und zum Wohl des noch Ungeborenen oder Neugeborenen einen Impfschutz besitzen.

Steigende Fallzahlen bei 50 plus

Seit einigen Jahren nimmt die Zahl der gemeldeten Keuchhustenfälle bei über 50-Jährigen stetig zu. Ein Grund dafür ist die verbreitete Fehlmeinung, dass eine einmal überstandene Erkrankung an Keuchhusten oder eine Impfung in Kindertagen lebenslangen Schutz gewährt. Doch diese Grundimmunisierung hält leider nicht lebenslang und muss wie auch der Schutz vor Diphtherie und Tetanus (Wundstarrkrampf) als Kombi-Impfung alle 10 Jahre aufgefrischt werden, was leider gerne vergessen wird.

Schwerwiegende Folgen

Die Folgen einer Erkrankung können sehr beeinträchtigend sein: neben quälenden und lange anhaltenden Hustenanfällen, bei denen die Betroffenen mit schwerster Luftnot zu kämpfen haben, kann es durch die Hustenkrämpfe zu Erbrechen und sogar zu Rippen- und Leistenbrüchen kommen. In der Nacht rauben die Attacken nicht nur dem Erkrankten den Schlaf, was tagsüber zu einer allgemeinen Abgeschlagenheit mit Schwäche und Gewichtsverlust führen kann.

Fit bleiben mit Schutzimpfungen

Die Ständige Impfkommission empfiehlt bereits seit 2009 bei allen Erwachsenen, die eine Tetanus- oder Diphtherie-Impfung (Td) benötigen, gleichzeitig als Auffrischung auch die Keuchhusten-Impfung zu verabreichen. Da die Keuchhustenimpfung als Kombinationsimpfung mit der Impfung gegen Tetanus und Diphtherie erfolgen kann, ist nur eine Impfung notwendig. Auch kurz nach einer Td-Impfung kann bei bestehender Indikation eine Impfung gegen Pertussis durchgeführt werden.

Und was fehlt noch?

Wenn sie schon einmal bei Ihrem Hausarzt sind, sollten ältere Personen sich baldmöglichst gegen die Grippe impfen lassen, denn es dauert etwa zwei Wochen, bis ein Impfschutz aufgebaut ist. Und lassen Sie doch gleich einmal kontrollieren, welche der Standardimpfungen eventuell noch aufgefrischt werden müssen.

Und: wer das 60. Lebensjahr überschritten hat, sollte spätestens dann an die Schutzimpfung gegen Gürtelrose denken!

Mit freundlicher Unterstützung von GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG

Beitragsbild © AdobeStock_289091615
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