Arbeit, Familie und Neurodermitis – ein täglicher Balanceakt, den viele Menschen, die mit der chronisch-entzündlichen Hauterkrankung leben, kennen. Wenn neben dem Alltagschaos die Neurodermitis als Belastung hinzukommt, sind gute Strategien gefragt. Dazu können neben der passenden Therapie auch Achtsamkeit und offene Gespräche gehören.
„In meinem Alltag versuche ich, Haushalt, Familie und Kinder, meine Selbstständigkeit und meinen Bürojob sowie Zeit für mich unter einen Hut zu bekommen – das ist nicht immer einfach. Bei Stress merke ich, dass meine Neurodermitis aufblüht und zu einer zusätzlichen Belastung wird“, erzählt Bloggerin Julia. Mit diesen Erfahrungen ist sie nicht allein: In einer Umfrage unter Neurodermitis-Betroffenen berichtete mehr als die Hälfte von Beeinträchtigungen ihres Arbeitsalltags oder ihrer Karriere.1 Ein häufiger Grund für Müdigkeit und Leistungseinbußen bei der Arbeit? Schlafprobleme aufgrund des Juckreizes – der Alltag will trotzdem gemeistert werden, weiß auch Julia.
Neurodermitis im Griff, Job auch?
Der Zusammenhang zwischen der beruflichen Belastung und der Neurodermitis konnte in Studien nachgewiesen werden: Mit zunehmender Schwere der Hauterkrankung nehmen auch die Einschränkungen im Beruf zu. Doch wer frühzeitig eine gezielte Behandlung für die Neurodermitis findet, kann die Auswirkungen auf den Alltag, das Berufsleben und die Lebensqualität reduzieren.
„Ich sehe meine Haut inzwischen als meinen inneren Kompass. Sie erinnert mich immer wieder daran, dass Gesundheit und innere Ruhe wichtiger sind als jede Deadline.“ – Julia
Daher ist es wichtig, mit Dermatolog*innen auch über Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz im Zusammenhang mit der Neurodermitis zu sprechen und sich aktiv nach gezielten Behandlungen zu erkundigen, die an der zugrunde liegenden Entzündung ansetzen. Denn es stehen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, mit denen die Erkrankung frühzeitig und langfristig kontrolliert werden kann. Ergänzend können auch persönliche Strategien helfen: „Mit Achtsamkeit, gutem Zeitmanagement und dem Mut, auch mal ‚Nein‘ zu sagen, gelingt es mir Schritt für Schritt, die eigene Work-Life-Balance trotz Neurodermitis zu finden“, so Julia.