Mach mich los! Ein Hundeleben ohne unnötigen Ballast

Frauchen mit Ihrem Hund (Foto hteam shutterstock)

Köln, August 2016 – Ein bekanntes Phänomen: Hundehalter übertragen Eigenschaften, Verhaltensweisen und manchmal sogar das Aussehen auf ihren Vierbeiner. Wer ein so enges Verhältnis zu seinem Hund hat, dem ist das Beste gerade gut genug für den treuen Begleiter. Und wenn man selbst einen ausgewogenen Lebensstil pflegt, dann möchte man auch seinem Hund ein Leben ohne Zusätze und unnötigen Ballast ermöglichen.

Back to the roots

Wer besonders auf seine Ernährung achtet, der will auch für den Hund nur das Allerbeste. Doch wenn Frauchen sich beispielsweise mit der Paleo-Diät ernährt, sollte sie das natürlich nicht eins zu eins dem armen Fiffi vorsetzen. Und doch kann man die Basis der Paleo-Ideologie vom Zwei- auf den Vierbeiner übertragen: Während der nach Paleo lebende Mensch nur Zutaten isst, die er auch schon in der Steinzeit so hätte vorfinden können, gilt als Maßstab für Hunde die ursprüngliche Ernährung seines Vorfahrens: Dem Wolf. Eine mögliche Methode zur artgerechten Ernährung bezeichnet man als „Barfen“. Dabei werden rohes Fleisch, rohes Obst und Gemüse sowie Knochen und Innereien gefüttert.

Lockstoffe und Gewichtszunahme

Ein großer Vorteil der biologisch artgerechte Rohfütterung (BARF) ist der damit verbundene Verzicht auf Hundefutter, das teilweise mit Lockstoffen versetzt wird. Die schmecken dem Hund so gut, dass er stets hungrig scheint und sich der Besitzer schnell dazu verleiten lässt, noch eine kleine Extra-Portion aufzutischen. Die Folge: Viele Hunde nehmen an Gewicht zu – das kann auf die Gelenke gehen und bedeutet den Verlust von Lebensqualität. Tierhalter sollten sich daher stets der Verantwortung bewusst sein, auf die schlanke Linie des Tieres zu achten.

Spielzeug und Gassi-Gehen

Die Gefahr ist bei Kinderspielzeug längst bekannt: Im Plastik können Weichmacher enthalten sein, die teilweise sogar als krebsauslösend gelten. Doch auch bei Hundespielzeug sollte man auf die Beschaffenheit von Kauknochen, Quietsch-Tier und Co. achten. Für die Herstellung von Tierspielzeug gibt es nämlich bisher keine gesetzlichen Richtlinien. Man muss sich also selbst informieren und das infrage kommende Spielzeug prüfen. Schon ein ausgeprägter Plastik-Geruch lässt erahnen, dass giftige Stoffe enthalten sein können. Um ganz sicher zu gehen, greift man am besten zu Spielzeug aus Naturmaterialien. Das können beispielsweise ungefärbte Taue sein oder Bälle aus Leder. Dasselbe gilt übrigens auch für die Wahl der Leine.

Gesundheit: Die Zeichen richtig deuten

Wenn es um die eigene Gesundheit geht, achtet man stets auf die Warnsignale des Körpers. Entwickelt sich eine Pollenallergie? Kündigt sich eine Erkältung an? Die Anzeichen für diese Erkrankungen kennt der Mensch und handelt dementsprechend. Doch achtet er auch bei seinem treusten Begleiter auf diese Signale? Oftmals unterschätzt man die Reaktion des Hundes und handelt falsch oder zu spät. Ein einfaches Signal, was für Hundehalter leicht zu beobachten ist, ist häufiges Kratzen. Das bedeutet Stress für den Hund und belastet ihn, also sollte es nicht ignoriert werden. Um die Ursache für den Juckreiz festzustellen,  sollte man den Tierarzt aufsuchen.

Medikation

Auch was die Behandlung durch Medikamente betrifft, besinnt sich der Mensch immer mehr in Richtung Ursprünglichkeit und Naturheilkunde. Ist kein Antibiotikum notwendig, dann bevorzugen viele eine natürlich wirksame Alternative. Das gilt genauso für den Hund. Nur beim Kortison ist das anders: wird beim Mensch aufgrund der Nebenwirkungen die Anwendung gescheut, ist beim Vierbeiner dies weniger verpönt und kommt viel und regelmäßig zum Einsatz. Dabei können jedoch bereits nach kurzer Zeit unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, wie z.B. ein erhöhter, auch nächtlicher Harndrang – ausgelöst durch übermäßigen Durst – sowie eine Gewichtszunahme. Das ist das oftmals gar nicht notwendig, denn ebenso wirksam sind kortisonfreie Tabletten. Sie wirken zielgerichtet gegen Juckreiz auslösende Botenstoffe und setzen bereits am Signalweg des Juckreizes an. So stoppen sie allergisch bedingten Juckreiz schnell und auf verträgliche Weise und ermöglichen währenddessen eine Diagnose der Ursache. Dem betroffenen Hund wird ein Stück Lebensqualität zurückgegeben: Der quälende Juckreiz ist passé und Hund sowie Halter finden wieder zur Ruhe.

Mehr Informationen unter: www.initiative-gegen-jucken.de.