Therapieziele bei Diabetes nicht erreicht – Keine Angst vor Hypoglykämien!

Blutzuckerkontrolle (Foto © Sanofi)

In Deutschland erreicht nur etwa die Hälfte der Menschen mit Diabetes eine zufriedenstellende Blutzuckerkontrolle mit einem HbA1c unter 7 %. Zu den Gründen gehören auch Sorgen der Behandler und die Angst der Patienten vor möglichen Unterzuckerungen. Moderne Basalinsuline jedoch optimieren die Blutzuckerkontrolle und minimieren dieses Risiko.

Insulin ist der Wirkstoff, der den Blutzucker am effektivsten senkt und die Chance bietet, die gemeinsam mit dem Arzt festgelegten Blutzuckerzielwerte zu erreichen. Trotzdem brechen viele Menschen mit Typ 2 Diabetes ihre Insulintherapie vorzeitig ab. Darüber hinaus weicht ein erheblicher Teil der Patienten vom verordneten Behandlungsplan ab. Ein besonders wichtiger Grund für mangelhafte Therapietreue ist die Angst vor Hypoglykämien (Unterzuckerungen).

Negativer Einfluss auf die Blutzuckerkontrolle

Unterzuckerungen beeinträchtigen die Lebensqualität sowie das physische, emotionale und soziale Wohlbefinden der Betroffenen. Die Angst vor einer erneuten Hypoglykämie kann außerdem zu einer Verschlechterung der Blutzuckerkontrolle führen: Der Wunsch des Patienten, eine strenge glykämische Kontrolle zu erreichen sinkt, die Bereitschaft zur Intensivierung der Therapie nimmt ab und Medikationsvorschriften werden nicht eingehalten.

Daher ist ein Insulinpräparat im alltäglichen Einsatz zu bevorzugen, welches neben einer zuverlässigen Senkung des HbA1c-Wertes die kritischen Hypoglykämien reduzieren kann. Ebenso zu bevorzugen ist die unkomplizierte und wenig aufwendige Handhabung.

Basalinsuline – Mehr als nur Blutzuckerkontrolle

Basalinsuline sollen eine möglichst physiologische Abdeckung des Insulinbedarfs über 24 Stunden erlauben. Zu diesem Zweck wurde im Jahr 2000 das erste lang wirksame Insulinanalogon Insulin glargin 100 E/ml (Lantus®) zur Therapie des Diabetes mellitus zugelassen.

Um die Basalinsulinsubstitution noch weiter zu verbessern, wurde in den vergangenen Jahren an zahlreichen neuen Basalinsulinformulierungen gearbeitet, welche eine weitere Angleichung an das physiologische Insulinprofil versprechen. Damit sollen sie die Blutzuckerkontrolle weiter optimieren und das Risiko für Hypoglykämien minimieren.

Dreifach ist besser

So hat das seit 2015 zugelassene Insulin glargin 300 E/ml (Tujeo®) eine dreifach höhere Konzentration als Insulin glargin 100 E/ml, ein geringeres Injektionsvolumen und bildet nach der subkutanen Injektion ein kompakteres Depot mit einer reduzierten Oberfläche. Daraus resultiert eine im Vergleich zu Insulin glargin 100 E/ml langsamere, länger anhaltende und gleichmäßig über den Tag verteilte Insulinfreisetzung sowie eine stabilere und über mehr als 24 Stunden anhaltende Wirkung. Das Risiko von Unterzuckerungen kann damit also deutlich gesenkt werden.