Afrika – keine Angst vor den Big Five: Mit Impfungen auf der sicheren Seite

Wüstenlandschaft im NamibRand Naturreservat in Namibia (Foto: Desert Landscape - NamibRand, Namibia : © GSK, fotolia: demerzel21)

Der afrikanische Kontinent lockt zur Ferienzeit zahlreiche Urlauber auf die Foto-Jagd nach den Big Five: Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Vielen Reisenden ist aber nicht bewusst, dass in ihrem Urlaubsland auch die Big Five der Infektionskrankheiten auf sie lauern: Hepatitis, Tollwut, Malaria, Typhus und durch Meningokokken verursachte Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung.1,2,3 Vor Urlaubsantritt sollten Reisende daher ihren Impfpass prüfen lassen und notwendige Reiseimpfungen gegebenenfalls auffrischen oder nachholen.

Das individuelle Infektionsrisiko hängt vor allem von den geplanten Aktivitäten ab. Gerade bei Personen, die sich viel in der freien Natur aufhalten und oft Kontakt zur einheimischen Bevölkerung haben, wie Safari- oder Individualtouristen, steigt die Ansteckungsgefahr. Kinder, Senioren und Personen mit chronischen Krankheiten haben ein erhöhtes Infektions-Risiko, weil ihr Immunsystem schwächer ist und sie anfälliger für Viren und Bakterien sind.4

Viele übertragbare Krankheiten

Neben Malaria kommen Meningokokken– und auch Tollwut-Erkrankungen vor.1,2 Meningokokken sind Bakterien, die vom Nasen-Rachen-Raum ins Blut gelangen können und sich dort vermehren, wodurch sie schwere Erkrankungen wie Hirnhautentzündung (Meningitis) und/oder Blutvergiftung (Sepsis) auslösen können.5 Die Übertragung erfolgt durch Tröpfchen- und Schmierinfektion, wie zum Beispiel beim Husten, Niesen oder Küssen.6 Auch wenn Erkrankungen durch Meningokokken weltweit auftreten, kommt es auf dem afrikanischen Kontinent im sogenannten „Meningitis-Gürtel“ immer wieder zu größeren Epidemien.7

Ebenfalls besteht in Afrika ein erhöhtes Risiko, sich mit Tollwut anzustecken. Die seit Jahrtausenden bekannte Virusinfektion, die von infizierten Tieren durch Speichel auf den Menschen übertragen wird, endet – bei fehlendem Impfschutz – meist tödlich, sobald Symptome auftreten.8

Auch Erkrankungen an Hepatitis A und B können vermehrt in afrikanischen Ländern auftreten. Das Hepatitis-A-Virus wird meist durch verunreinigte Lebensmittel und Getränke übertragen.9 Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit und wird im Unterschied zur Hepatitis A hauptsächlich durch Blut und Sperma übertragen.10 Häufige Beschwerden sind unter anderem Müdigkeit, Oberbauchschmerzen, Fieber, Lebervergrößerung und Gelbsucht.10

Für Afrikareisende besteht auch die Gefahr, sich mit Typhus zu infizieren. Bei der bakteriellen Erkrankung, die fäkal-oral, also durch verunreinigte Nahrungsmittel oder verschmutztes Wasser übertragen wird, treten zunächst Mattigkeit, Kopfschmerzen und Verstopfung auf. Später kann es zu hohem Fieber, erbsenbreiartige Durchfällen und eventuell Darmperforationen und Hirnhautentzündungen kommen.11

Impfungen können schützen

Impfungen beugen einer Vielzahl von Infektionen vor. Neben den Standardimpfungen für Deutschland z.B. gegen Tetanus, Diphtherie, und Pertussis, werden für Reisen in Infektionsgebiete Afrikas von der Ständigen Impfkommission (STIKO) rechtzeitig vor Reiseantritt Impfungen gegen Hepatitis A und B, Meningokokken, Tollwut sowie Typhus empfohlen.

Gegen Malaria gibt es bislang noch keine Schutzimpfung. Reisende können hier jedoch andere Vorsorgemaßnahmen treffen, wie Moskitonetze verwenden und insektenabweisende Mittel auf die Haut auftragen. Auch die Einnahme von Malariaprophylaxe-Medikamenten kann regional wichtig sein, um eine Erkrankung zu verhindern.12

Rechtzeitig vorgebeugt, ist man gegen die Big Five der Infektionskrankheiten in Afrika geschützt, um den Anblick der Big Five der Savanne sorgenfrei genießen zu können. Daher sollte man rechtzeitig, also idealerweise 6 Wochen vor Reiseantritt, einen Arzt zur Beratung aufsuchen.

Referenzen

1 – 4: www.fit-for-travel.de

5, 6: www.meningitis-bewegt.de

7: www.impfen.de

8 – 12: www.rki.de

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu Schutzmöglichkeiten vor Reiseerkrankungen und was Urlauber vor, während und auch nach ihrem Afrikatrip beachten müssen, können Reisende auf http://www.fitfortravel.de nachlesen.